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Die USA sind schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffen. Finanziell geht es vielen Menschen derzeit schlecht, weil sie zum Beispiel ihren Job verloren haben. Ein soziales Netz gibt es kaum, dadurch verlieren immer mehr Menschen ihre Wohnung.

In Folge der Coronavirus-Pandemie haben in den USA viele Menschen ihren Job verloren. Ohne Einkommen können sie ihre Miete nicht mehr bezahlen. Die Folge: Zwangsräumungen. Sie landen auf der Straße. Die Dlf-Korrespondentin in den USA, Doris Simon, sagt, dass es sich dabei nicht nur um Menschen am unteren Rande der Gesellschaft handelt, sondern auch um Menschen aus der Mittelschicht.

"Diese Krise trifft unheimlich viele Amerikaner aus der Mitte der Gesellschaft."
Doris Simon, USA-Korrespondentin

Viele sind im April arbeitslos geworden, als die erste Corona-Welle die USA traf. Im Spätsommer folgte eine zweite große Entlassungswelle, als die Probleme für Fluglinien und Vergnügungsparks wie Disneyland immer größer wurden. In den USA bekommen Angestellte, die ihren Job verlieren, sechs Monate lang Arbeitslosengeld. "Wenn dieses Geld ausläuft, gibt es nichts mehr", sagt Doris Simon. Anders als in Deutschland gebe es keine Sozialhilfe.

Millionen Menschen in den USA von Zwangsräumungen bedroht

Das Problem an der Sache ist: Die permanenten Kosten, wie etwa Miete, Kredite und Versicherungen oder die Rückzahlungen von Studienkosten, laufen weiter. Um zu verhindern, dass mehr Menschen auf der Straße landen – oder zu Verwandten ziehen und so auf engstem Raum leben – hat die Seuchenbekämpfungs-Behörde in den USA nun einen Zwangsräumungs-Bann erlassen. Allerdings hänge es sehr von den jeweiligen Richtern ab, wie dieser Bann ausgelegt werde, so Doris Simon. Und vor allem läuft diese Verordnung am 26. Dezember aus.

"Sehr viele Amerikaner – nicht nur Arme – haben keinerlei Rücklagen."
Doris Simon, USA-Korrespondentin