Konzerte, Lesungen und Partys fallen gerade alle aus. Immer mehr Künstler steigen deshalb auf Streamingauftritte um. Das ist cool für uns und für die Künstler eine wichtige finanzielle Unterstützung.

James Blunt hat es vorgemacht: In einer leeren Elbphilarmonie in Hamburg spielte er sein Konzert trotzdem und ließ es live für seine Fans streamen. Dem haben sich viele Künstler angeschlossen wie Coldplay Sänger Chris Martin oder John Legend. Sie gaben auf Instagram ein Livekonzert aus ihrem Zuhause unter dem Hashtag #togetherathome.

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Natürlich kann man darüber streiten, ob gestreamte Konzerte ein Ersatz für echte Konzerte sind. Aber es ist eine schöne Idee und es vermittelt uns in isolierten Zeiten ein Gefühl von Gemeinschaft. Außerdem ist es für Künstlerinnen und Künstler – gerade wenn sie noch am Anfang stehen – eine gute Möglichkeit, an etwas Geld zu kommen, wenn sie etwa um Spenden bitten.

Streamingkonzerte mit Spendenaufruf

Dass das funktionieren kann, hat die Band "Das Lumpenpack" mit ihrem Quarantänekonzert bewiesen. Aus einem leeren Konzertsaal streamte die Band ein Konzert auf YouTube. Das Konzert war kostenlos, sie riefen aber zu Spenden auf.

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Ziel war es, 10.000 Euro einzunehmen, daraus wurden am Ende 140.000 Euro. Das Geld will die Band aber nicht nur für sich behalten, sondern auch an andere Kulturschaffende weitergeben, die zurzeit genauso unter Ausfällen leiden.

Plattform streamt täglich Konzerte

Für mehr Streamingauswahl hat das Kölner Online-Veranstaltungsmagazin rausgegangen.de die neue Plattform dringeblieben.de gegründet. Hier bieten sie Streams von verschiedenen Künstlern an. Beispielsweise gab hier die Band Kytes ein Konzert. Für den Kytes-Drummer Timothy Lush war das eine überraschend positive Erfahrung, da viel mehr Austausch entstand als er erwartet hatte.

"Wir waren positiv überrascht, wie viel Feedback wir bekommen. Es gab wirklich auch sehr viel Austausch auch unter den Leuten, die haben miteinander im Live-Chat geschrieben. Das war cool."
Timothy Lush, Drummer der Band Kytes

Auch wenn das direkte Feedback für die Band fehlte, war es dennoch ein sehr positives Erlebnis für die Band. Für die Konzerte auf dringeblieben.de können die Zuschauer dann zwischen 5 und 20 Euro spenden.

Streamingfestival #wirbleibenzuhause

In Deutschland sind in den kommenden Tagen und Wochen Streamingreihen-, und festivals geplant. Ärzte-Drummer und Autor Bela B gab beispielsweise bekannt, dass sein Verlag Lesungen streamen wird. Außerdem soll am Sonntag (22.03.2020) von 18 bis 22 Uhr ein Streamingfestival unter #wirbleibenzuhause stattfinden, das vom Bundesgesundheitsministerium ins Leben gerufen wurde.

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Mit prominenten Musikerinnen und Musikern wie Lotte oder Max Giesinger sollen die Menschen dazu aufgefordert werden, daheim zu bleiben.

Unitedweststream.berlin streamt aus Berliner Clubs

Für mehr Partyfeeling hat das Portal unitedweststream.de einen Stream bereit, der jeden Abend aus Berliner Clubs Konzerte, Vorträge oder Lesungen live streamt. Und wer sich zuhause vor dem Bildschirm immer noch einsam fühlt: Mit den Apps FaceTime oder Houseparty kann man sich einen Splitscreen mit Freunden einrichten und zusammen alleine Party feiern.