Viele Menschen wollen unter #Risikogruppe darauf aufmerksam machen, dass es nicht allein alte Menschen sind, die nach der Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sterben können. Sabrina ist 21, kommt aus Münster, und auch sie gehört zur Risikogruppe.

Sabrina hat eine Herz-Lungen-Erkrankung, was bedeutet, dass sie, sollte sie sich mit dem neuartigen Coronavirus infizieren, ernsthafte gesundheitliche Schäden fürchten muss oder daran auch sterben könnte.

Sabrina
© Sabrina
Sabrina hat einen seltenen Herz-Lungen-Fehler und ist 21 Jahre alt.

Im Moment hält sich Sabrina bei ihren Eltern auf, die für sie auch einkaufen gehen, dann sie vermeidet jeden Kontakt mit anderen Menschen und verlässt auch nicht das Haus. Sabrina kennt die Isolation bereits. Ihre Herz-Lungen-Erkrankung zwingt sie auch in Zeiten, in denen keine Pandemie herrscht, oft dazu, zu Hause zu bleiben. "Ein normaler Tag in der Uni erschöpft mich manchmal schon so sehr, dass ich danach zwei Tage zu Hause bleiben muss", sagt die 21-Jährige.

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Natürlich beklagen sich im Moment viele Leute über die Mahnungen, bitte daheim zu bleiben. Sabrina kann das nachvollziehen, aber sagt auch: "Wenn doch draußen eh nichts passiert, verpassen wir doch auch nichts." Sie glaubt, dass sich die Menschen in Deutschland an diese Situation gewöhnen werden, denn es müsse auch klar sein, dass es nur so weitergehe. Die Münsteranerin appelliert an uns alle, zu Hause zu bleiben.

"Bleibt zu Hause und schützt euch, damit ihre alle um euch herum schützen könnt!"
Sabrina leidet an einem Herz-Lungen-Fehler

Für Sabrina wirkt die aktuelle Lage nicht nur gesundheitlich bedrohlich, sondern die vielen Corona-Nachrichten können auch negativen Einfluss auf ihre Psyche haben. Sabrina sagt, dass sie darum jetzt sehr genau überlegt, welche Nachrichten sie konsumiert und wem sie in den sozialen Medien folgt. Da gebe es ja auch Influencer, die jetzt meinen, nur viel Werbung für Onlineshopping machen zu müssen.

"Ich folge jetzt Leuten, die nicht nur die negativen Meldungen raushauen, sondern die zeigen, dass das Leben zu Hause auch ganz ok ist."
Sabrina, Studentin aus Münster

Es gebe sehr viel Egoismus in der Gesellschaft, aber die Menschen müssten sich als kleinen Teil einer großen Gemeinschaft begreifen. Sabrina wünscht sich mehr Solidarität und Menschlichkeit.