Per Crowdinvestment können Firmengründer im Netz Kapital für ihre Start-ups sammeln. David Marx hat das getan. Für die professionelle Herstellung seines Design-Eis "KYL 21" hat er Investoren im Netz gefunden. Doch nun tobt ein Rechtsstreit, denn die Produktidee soll geklaut sein, sagt zumindest die Konkurrenz.

David Marx will Zusatzstoffe aus seinem Eis "KYL 21" verbannen. Denn ein großes Problem bei der Eis-Herstellung sei die Kristallisierung von Wasser. Um das Eis dennoch cremig zu machen, kommt zur Eismasse Fett, Zucker und Luft hinzu.

Per Schockfrost-Methode will David dieses Problem umgehen und damit auch neue Geschmackskreationen schaffen: Eis mit Rosmarin und Vanille, verfeinert mit Birkenzucker - das ist nur eine Variante. David sagt, er habe drei Jahre an "KYL 21" gearbeitet. Am Verfahren selbst, an den Rezepturen sowie an der Formgebung.

David Marx steht links im Bild. Er trägt eine Brille mit schwarzem Rahmen. In der linke Hand hält er ein Eis am Stiel. Im Hintergrund ist eine Küche zu sehen.
© Franziska Ritter
David Marx hat das Eis "KYL 21" designt - und dafür viele Investoren gewinnen können.

Die Firma Nuna World GmbH arbeitet auch am Eis der Zukunft. Das Unternehmen wirft David vor, geistiges Eigentum gestohlen zu haben. Nun verklagt das Unternehmen David auf Schadensersatz. David Marx hat früher mit dem Team zusammengearbeitet. Er stieg jedoch aus, bevor 2011 die Nuna World GmbH gegründet wurde.

"Wir werfen David Marx vor, dass er unsere Designentwicklungen für sich verwendet. Das ist geistiges Eigentum, das ist geschütztes Eigentum, das ist Markeneigentum, das wir entwickelt haben."
Christian Arfert, Nuna World GmbH

Der Rechtsstreit blieb unerwähnt

Hier kommt hinzu, dass David für sein Eis der Zukunft per Crowdinvestment im Netz Geld gesammelt hat. Rund 2000 Privatleute haben in sein Projekt fast eine Million Euro investiert. David hat online von der Idee bis zu Finanzdaten alles transparent gemacht, nicht aber den Rechtsstreit mit Nuna World GmbH. Der wird im Oktober entschieden.