Für Android-Nutzer gibt es schlechte Nachrichten: Weil Apple die Wetter-App Dark Sky übernimmt, wird die Auswahl an guten Wetter-Apps kleiner.

Vor allem in den USA, aber auch in Europa haben viele User bisher der Wetterapp Dark Sky vertraut. Doch damit ist jetzt Schluss, zumindest für die, die ein Android-Smartphone haben. Die App hatte ein eigenes Prognosemodell entwickelt und konnte damit vor allem beim lokalen Wetter mit besonders genauen Vorhersagen punkten.

"Für viele Android-Nutzer ist das Aus von Dark Sky sehr ärgerlich."
Andreas Noll, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Dark Sky wurde in dieser Woche von Apple übernommen, und schon jetzt lässt sich die App nicht mehr im Android-Store herunterladen. Ab dem 1. Juli stellt die App ihren Dienst dann vollständig ein, dann ist auch für die Android-User Schluss, die die App jetzt noch auf ihren Geräten haben.

Ab dem Zeitpunkt wird es auch die Webseite von Dark Sky nicht mehr geben, die auch auf Deutsch verfügbar ist. Deutschlandfunk-Nova-Reporter Andreas Noll ist Fan der Seite. Er findet sie extrem aufgeräumt, es werde schnell klar, warum Apple sich für das Unternehmen interessiert hat.

Ob Apple-User die App nach wie vor unter dem Namen "Dark Sky" werden downloaden können, steht noch nicht fest. Zu dem Kauf sind nicht viele Infos bekannt. Es spreche aber viel dafür, dass das Know-how der Firma jetzt für die Wetter-App von Apple verwendet wird, sagt Andreas Noll.

Diese Alternativen gibt es

Wer einen guten Ersatz für Dark Sky sucht, sollte nicht nur auf die Vorhersagequalität schauen, sondern auch auf den Umgang mit den persönlichen Daten. Viele Wetter-Apps haben in den vergangenen Jahren nämlich Negativ-Schlagzeilen damit gemacht, dass sie wahre Datenschleudern sind. Präzise Standort-Infos der User wurden an die Werbeindustrie weiterverkauft.

Empfehlen kann Andreas Noll:

  • Die "WarnApp" vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Die kostenfreie Version liefert allerdings nur Unwetterwarnungen. Da der DWD eine Behörde ist, darf er Wetterinformationen aus Wettbewerbsgründen nicht kosten- und werbefrei anbieten. Das wurde durch ein Gerichtsverfahren gerade erst dauerhaft entschieden. Die Vollversion samt Temperatur und Niederschlägen kostet 1,99 Euro.
  • Die App "Windy". Bei ihr lassen sich verschiedene Vorhersagemodelle auswählen, also etwa von US-Behörden oder aus Europa. Die Bedienung sei allerdings etwas komplizierter.
  • Viele Informationen bieten auch die Apps von Kachelmannwetter. Sie sind kostenpflichtig, aber für Wetter-Fans, die ein paar mehr Details suchen, empfehlenswert. Auch von Privacy-Problemen ist bei den Kachelmann-Apps bisher nichts bekannt.