Stell dir vor, auf einmal ist alles weg: Deine Daten in der Cloud, die auf der Festplatte. Wir wissen längst, dass DVD, CD und Bänder ein Ablaufdatum haben, aber unsere Online-Speicher erscheinen uns nach wie vor sicher. Aber ist das wirklich so?

Auch unsere Online-Speicher sind abhängig von Unternehmen, von Verbindungen, Verträgen und Servern - auch solchen, die wir nie wirklich durchdacht haben. Das zeigt das Beispiel des Schriftstellers Dennis Cooper. Sein über 14 Jahre geführter Blog auf Blogger.de wurde ohne Ankündigung vomBetreiber Google gelöscht wegen der „Verletzung der Nutzungsbedingungen“. Wie bewahren wir also unsere wertvollen Daten auf, damit wir sie auch noch in fünf Jahren etwas davon haben?

Gelöscht ohne Vorwarnung

Christof Windeck ist Redakteur beim Computer-Magazin c't. Er erklärt, dass der Fall von Dennis Cooper recht speziell ist. Eine Backup-Funktion hätte es auch auf der Blogger.de-Plattform gegeben. Nur bekam der Schriftsteller keine Vorwarnung, dass etwas gelöscht würde. Der Storage-Experte Christof Windeck betont aufgrund vieler möglicher Spezialfälle gern, wie wichtig ein Backup ist. Ganz gleich in welcher Form. Ob man das von Hand macht oder die iOs oder Windows-Funktionen nutzt, ist gleich.

"Jedes Backup ist besser als kein Backup. Auch wenn es noch so unvollständig oder seltsam technisch gelöst ist."
Christof Windeck, Redakteur c't

Für den Heimgebrauch empfiehlt Christof Windeck Netzwerkspeicher NAS. Durch sie lassen sich die Daten schon einmal auf mehrere Geräte verteilen: auf den Computer und den Netzwerkspeicher. Oft gibt es zudem zusätzliche Funktionen, die den Upload in die Cloud ermöglichen. So können wir uns zumindest gegen einige der Gefahren wie defekte Rechner oder insolvente Firmen schützen.

Dateiformate bleiben nicht ewig

Auch der Fortschritt lässt unsere Datensicherung nicht unberührt. Das betrifft nicht nicht nur Speichermedien und Abspielgeräte, die in die Jahre kommen werden (Floppy-Disks lassen grüßen), sondern auch Dateiformate wie "jpg" und "raw". Um ihre Zukunft machen sich Bibliotheken und Behörden Gedanken. Das Ziel: möglichst langfristig zu sichern. Früh angefangen mit der Online-Sicherung hat die Wayback-Machine, die quasi seit Beginn des WWW dabei ist. Auch einige von Coopers Texten hat sie gesichert.

Übrigens empfiehlt Vincent G. Cerf, einer der Erfinder der Internets, tatsächlich noch, ganz wichtige Fotos und Texte oldschool auszudrucken. Er glaubt, dass wir diese Papierformate auch in Zukunft weiter auslesen können.

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