Seit Jahren bringt Disney höchst erfolgreich seine alten Zeichentrick-Klassiker als Live-Action-Movies neu ins Kino, zuletzt unter anderem "Die Schöne und das Biest" und "Das Dschungelbuch". Jetzt folgt "Der König der Löwen" und zum ersten Mal hat der Film-Gigant den Bogen überspannt: Die neue Version des Films krankt am zu heftigen Bild-Realismus.

Es war eigentlich alles bestens durchgeplant: Als Mastermind und Macher hinter der Live-Action Version von "Der König der Löwen" hatte sich Disney extra Jon Favreau geholt – den Mann, der schon bei der Dschungelbuch-Neuauflage für staunende Gesichter gesorgt hatte: Balu, Baghira, King Louie und die Schlange Kha: Alles sah nach echten Tieren aus, hatte aber dennoch den kompletten Dschungelbuch-Charme. Dasselbe war nun auch für "Der König der Löwen" geplant, und natürlich sollte auch hier wieder alles an moderner Animationstechnik aufgefahren werden, was die Studios zu bieten haben.

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Das Problem: Das Ergebnis schießt über das Ziel hinaus. Dazu kommt: "Der König der Löwen" erzählt eine eher ernste Geschichte und keine Komödie. Vielen Tieren fehlt also das in der Animation so wichtige Comedy-Element. Die Folge: Man sitzt im Kino und fremdelt mit diesen täuschend echt wirkenden, teils auch bedrohlich anmutenden Tieren und fragt sich, warum sie sprechen können. Oder kurz zusammengefasst: Das Zuviel als Feind des Guten. Anna Wollner hat sich mit Regisseur Jon Favreau getroffen, um mit ihm über die Herangehensweise an diesen ganz besonderen Disney-Klassiker zu sprechen.

Dritte Staffel von "Haus des Geldes"

Außerdem schauen wir in dieser Ausgabe von Eine Stunde Film in den sehr skurril-witzigen Roadtrip "Back to Maracanã". Eine durchgeknallte Familie macht sich mit dem Wohnmobil auf den Weg von Tel Aviv nach Brasilien, um noch einmal bei einem Fußball-WM-Spiel im weltberühmten Stadion Maracanã dabei sein zu können. Und auf Netflix startet diesen Freitag die dritte Staffel der spanischen Erfolgsserie "Haus des Geldes". Wie es mit dem Professor und seiner Gangster-Truppe weitergeht – auch das ein Thema bei uns.