Es ist ein riesiger Markt - das Geschäft mit Waffen. Weltweit betrachtet gingen die Umsätze zurück - vor allem in den USA und Westeuropa. Deutsche Konzerne haben dagegen im vergangenen Jahr besonders gut verdient.

Weltweit werden immer weniger Waffen verkauft. Das geht aus einer aktuellen Studie des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri hervor. Danach ist der Umsatz der 100 größten Rüstungsunternehmen gesunken - und zwar zum vierten Mal in Folge. Sie haben dieses Jahr rund 400 Milliarden US-Dollar verdient. Das waren 1,5 Prozent weniger als im vergangenen Jahr.

Die Friedensforscher vermuten, dass das vor allem an den führenden Unternehmen in den USA und Westeuropa liegt. Gegen den Trend haben nur deutsche und Schweizer Konzerne ein deutliches Umsatzplus eingefahren. In Deutschland hat vor allem Thyssen-Krupp gute Geschäfte gemacht. Das Unternehmen verkaufte Waffen im Wert von 2,31 Milliarden Dollar. Im Vorjahr waren es noch 1,77 Milliarden gewesen.

Deutscher Spitzenreiter Rheinmetall

Thyssen-Krupp kletterte damit im internationalen Ranking der Rüstungs-Riesen vom 59. auf den 42. Platz. Immer noch weit hinter dem deutschen Spitzenreiter Rheinmetall, das Waffen im Wert von 2.97 Milliarden Dollar verkauft hat - Rang 31 auf der zweifelhaften Bestenliste.

Wenig getan, hat sich an Spitze. Die US-Unternehmen Lockheed Martin und Boeing liegen auf Rang eins und zwei - vor dem britischen Konzern BAE Systems.