Wikingerschach ist nicht Kubb. Darauf legt der Kubb-Weltmeister von 2016 Wert. Am Wochenende richtet Björn die deutsche Kubb-Meisterschaft aus.

Kubb – das Geschicklichkeitsspiel ist in Deutschland wohl eher unter dem Namen Wikingerschach bekannt. Aktuell sieht man wieder Leute in Parks, wie sie mit den für Kubb benötigten Wurfstöcken versuchen, schnell die Hölzer der gegnerischen Mannschaft umzuwerfen. Gewonnen hat das Team, das den König (Kubb) der Anderen zuerst umwerfen kann.

Für Björn, Kubb-Weltmeister von 2016, ist das Spiel mehr als ein Zeitvertreib: "Kubb ist für mich ein Sport, den Jung und Alt machen kann. Kubb kann Menschen zusammenbringen." An diesem Wochenende richtet er die deutsche Kubb-Meisterschaft aus.

Deswegen unterscheidet Björn strikt zwischen Kubb und Wikingerschach. Die Bezeichnung Wikingerschach vergleicht er mit Federball. Das verhält sich zum Sport Badminton wie Wikingerschach zu Kubb. Federball spielt man – anders als den Sport Badminton – mit Freunden oder der Familie im Garten. Kubb ist dagegen ist Sport und eine einigermaßen ernst zu nehmende Angelegenheit.

Erwachsene und Kinder spielen Wikingerschach am Strand
© IMAGO | Westend61
Die traditionelle Spielfeldgröße bei Wikingerschach/Kubb beträgt 5*8 Meter. Je nach Fertigkeit der Teams kann sie variieren.
"Bei der Bezeichnung Kubb geht es um Turniere, Genauigkeit und auch darum, im richtigen Moment treffen zu können."
Björn, Kubb-Weltmeister von 2016

Kubb ist leicht zu lernen

Dass bei den Meisterschaften am Wochenende der Spielspaß dem Ehrgeiz überwiegt – darauf legt Björn wert. Kubb sei ein Ehrensport. Die Mannschaften müssen sich begrüßen. Im Nachhinein wird sich freundschaftlich abgeschlagen.

Schiedsrichter braucht es bei Turnieren nicht, weil sich die Mannschaften meist freundschaftlich einigen. Zum Beispiel, wenn es Unklarheiten bei den Regeln gibt.

Zwar gebe es immer wieder Leute in Turnieren, die das Ganze zu ernst nehmen, sagt Björn. Für ihn steht jedoch Sport, Spielspaß und das Zusammensein im Vordergrund der Meisterschaften. Bei Weltmeisterschaften sei das schon anders, weil da 200 Mannschaften um die 1000 Euro Siegprämie spielen.

Kubb-Spirit

Trotz allem ist auch die Weltmeisterschaft keine todernste Konkurrenzveranstaltung. So würden alle Mannschaften ab dem Viertelfinale von den ausgeschiedenen Teams unterstützt. "Es kommt ein richtiger Kubb-Spirit auf."

Veranstalter Björn freut sich über neue Teams bei den Meisterschaften. Er erklärt, dass das Turnier so konzipiert wird, dass Neustarter weit kommen können. Per Losverfahren wird garantiert, dass starke Teams ab dem Halbfinale nicht automatisch gesetzt sind.