Falsche Eilmeldungen, bewusste Stimmungsmache und glatte Lügen. Die Debatte um "Fake News" hat in dieser Woche einen neuen Höhepunkt erreicht. Wir stellen Gegenmaßnahmen vor.

Facebook will jetzt auch in Deutschland ernst gegen "Fake News" machen. Am Wochenende hat das soziale Netzwerk den ersten deutschen Kooperationspartner bekannt gegeben: Künftig soll das Recherchebüro Correctiv gemeldete "Fake News" auf ihre Echtheit prüfen. Correctiv-Chef David Schraven berichtet in dieser Ausgabe unseres Medienmagazins über die Zusammenarbeit mit Facebook und den polarisierenden Reaktionen auf diese Ankündigung.

Doch was sind eigentlich Fake News? Springer-Chef Mathias Döpfner äußerte sich diese Woche auf der DLD-Konferenz verwundert über den Hype. "Das Phänomen ist nicht neu", erklärte Döpfner. Doch als einen Tag später manche Medien ein falsches Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum NPD-Verbot als Eilmeldung verbreiteten, war der Ruf nach "Fake News" wieder omnipräsent. Daniel Fiene und Herr Pähler diskutieren, inwieweit sich überhaupt der Begriff "Fake News" eignet. Immerhin werden verschiedene Probleme vermischt, wie Dennis Horn im Digistalistan-Blog erklärt.

Stimmung im Bundestagswahlkampf machen

Auch Stefan Niggemeier zeigt bei Übermedien, dass Medien bereits in der Vergangenheit versucht haben, durch falsche Nachrichten die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Dabei geht es in dieser Sendung auch um eine Analyse von Buzzfeed: Die Reporter haben ausgewertet, wie deutsche populistische Webseiten bereits heute bewusst Lügen über Angela Merkel verbreiten, um Stimmung im anstehenden Bundestagswahlkampf zu machen.

Wegen populistischer Meinungsmacher steht auch die US-Seite Breitbart News in der Kritik. Passend zum Wahlkampf soll auch eine deutsche Variante starten. Medienjournalist Christian Meier hat sich deswegen eine Woche lang die Veröffentlichungen von Breitbart News genauer angeschaut und dabei viel über die Mechanismen gelernt. Darüber wird er auch im Gespräch berichten.

Unser wöchentliches Medienmagazin gibt es auch als Podcast. Abonniert "Eine Stunde Was mit Medien" hier via iTunes oder RSS. Auch nach der Sendung könnt ihr mit uns direkt und mit unseren Moderatoren Daniel Fiene und Herr Pähler über Twitter kommunizieren. Ein Protokoll der Sendung gibt es auch per Newsletter,