Warum die wichtigsten Entwickler und Publisher der Games-Industrie auf der Spielemesse E3 vor allem Fortsetzungen vorstellen.

Ihr wollt wissen, welche Games ihr in anderthalb Jahren spielen werdet? Dann müsst ihr aufpassen, was gerade auf der Spielemesse E3 in Los Angeles vorgestellt wird. Und das erinnert alles ein bisschen an Hollywood: Denn wie in der Filmindustrie setzen die großen Entwickler und Publisher auf Fortsetzungen. Weil die schon etabliert sind und die Entwickler hoffen, dass Fans nach Teil zwei auch beim dritten Teil zuschlagen und so die horrenden Entwicklungskosten von Hunderten Millionen Dollar wieder reinkommen.

Eine heiß erwartete Fortsetzung: Fallout 4. Die Story: Ihr seid vor einem atomaren Angriff in einen Bunker geflüchtet, wacht 200 Jahre später als Einziger wieder auf, klettert an die Oberfläche und müsst euch gemeinsam mit eurem Schäferhund in dieser neuen Welt durchschlagen. Die richtigen Fans können eine Limited Edition kaufen, inklusive Pip Boy - eine Art Umschnallcomputer fürs Handgelenk, wie ihn auch der Held in Fallout trägt. Und natürlich gibt es Fallout 4 auch in einer mobilen Version. Weitere Fortsetzungen, die auf der E3 vorgestellt werden: Gran Tourismo 7 oder Forza 6.

Eine ganz interessante Taktik verfolgt Microsoft: Das Unternehmen versorgt Xbox-One-Spieler jetzt endlich wieder mit alten Spielen, die auf der aktuellen Version der Spielkonsole bislang nicht mehr liefen. Ein möglicher Grund, warum die Verkaufszahlen der Xbox One bislang deutlich hinter denen der Playstation 4 zurückliegen.

"Die Hersteller von Computerspielen setzen massiv auf die Klassiker. Die Titel haben eine große Fangemeinde, das garantiert gute Absatzzahlen."
DRadio Wissen-Redakteur Martin Schütz über die E3

Ein ganz wichtiger Trend sind außerdem Virtual-Reality-Brillen. Microsoft hat am Montag eine Demonstration von Minecraft vorgestellt. In der vergangenen Woche kündigte das Unternehmen außerdem eine Kooperation mit Oculus Rift an. Und auch Sony will den Gamern seine Brille Project Morpheus in der ersten Jahreshälfte 2016 auf die Nase setzen.