Auch Filmemacher müssen sich etwas Neues ausdenken, um in Coronazeiten ihre Filme zu promoten. Im Fall der Musikkomödie "The High Note" gab es zum ersten Mal ein digitales Interview-Event - mit gleich mehreren Journalisten, die weltweit verteilt sind. Mit Stars sprechen per Video-Chat: ein Erfahrungsbericht.

Es hat etwas Skurriles: Sieben internationale Filmjournalisten hocken in einem digitalen Chatroom zusammen; jeder mit der eigenen Wohnung im Hintergrund. Die Zeit: 21 bis 0 Uhr in Deutschland, nachmittags in Hollywood. So sitzt man also mit einem Laptop am Küchentisch oder auf der Wohnzimmercouch und spricht gemeinsam über Headset per Video-Konferenz mit Ice Cube und Tracee Ellis Ross (Tochter von Diana Ross) über ihre Rollen in "The High Note".

Vor Corona wäre es ein Round-Table-Interview gewesen: gemeinsam mit sechs anderen Journalisten an einem Tisch in einem Hotelzimmer. Jede und jeder mit seinem vor dem Filmstar aufgebauten Mikrofon und der eigenen Aufnahme. In Corona-Zeiten geht das natürlich nicht, also war eine virenfreie Digitalversion per Videochat geplant. Wie das am Ende ausgesehen und funktioniert - oder auch nicht funktioniert hat - hört ihr in dieser Ausgabe.

"Little Fires Everywhere" von und mit Reese Witherspoon

Anna Wollner hat sich derweil die neue Amazon-Serie "Little Fires Everywhere" von und mit Reese Witherspoon angeguckt, die am 22. Mai startet. Außerdem werfen wir einen Blick in den skurrilen Doku-Film "Psychedelic Adventures" auf Netflix, in der Stars wie Sting über ihre ganz persönlichen Drogenerfahrungen berichten. Untermalt wird das Ganze von als Comic nachgestellten Trips der Berühmtheiten - die teils sehr witzig sind.

In der Arte-Mediathek wird derzeit dem in diesem Jahr ausgefallenen Filmfest in Cannes mit einem Special gehuldigt und in unserer 10-Years-Cinema-Challenge gucken wir noch einmal "Nightmare on Elmstreet" und "Keep Surfing", die vor genau zehn Jahren ins Kino gekommen sind.