Noy Alooshe mischt Beats und Politikerreden. Die Videos dazu sind schön albern. Aber das Ganze ist so erfolgreich, dass sich die Politiker jetzt freiwillig bei ihm melden.

Noy Alooshe ist DJ, Journalist und Musiker aus Israel. Irgendwann hat er angefangen Videos von Politiker-Reden zu verhackstückeln, neu zusammenzusetzen und mit Beats zu mixen. Vor vier Jahren hat er ein Remix von al-Gaddafi gemacht, der damals noch in Libyen regierte. Das Video ging durch die Decke.

Danach mischte Noy Alooshe eine Rede von Obama neu und natürlich nimmt er sich auch Politiker aus Israel vor, wie die ehemalige Außenministerin Tzipi Livni. Oder Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Der schaffte es, bei einer umstrittenen Rede vor dem US-Kongress in 45 Minuten 97 Mal "Iran" zu sagen. Klar, dass sich das als Remix anbietet.

Was Noy Alooshe da macht, ist witzig und schön albern. Zu viel Kritik ist bei seinen Remixes nicht dabei, er macht das Ganze wohl dosiert. Deshalb ist es für die Politiker nicht zu schlimm und sie profitieren eher davon, wenn Alooshe sie aufs Korn nimmt.

Denn immerhin gewinnen sie an Bekanntheit, wenn ein Remix von ihnen im Netz bekannt wird. Das führt auch dazu, dass Politiker jetzt schon bei Alooshe anrufen und ein Remix wollen. Es heißt, sie bauen in ihre Reden sogar extra Wörter ein, die sich für ein Mashup anbieten.