Eine kurze und heftige Karriere erlebte die britische Sängerin Amy Winehouse, bevor sie 2011 im Alter von 27 Jahren an Alkoholexzessen starb. Der Doku-Film "Amy - The Girl Behind the Name" zeigt, wie aus dem fröhlichen Teenager ein kaputter Star wurde.

Der britische Regisseur Asif Kapadia hat viele Puzzleteile aus Amy Winehouse Leben zusammengetragen. Er entwirft ein Bild von der Sängerin, das von ihren letzten Exzessen und dem tragischen Tod überschattet wird. Die Puzzleteile hat er von Amys Schulfreunden, ihrem ersten Manager oder auch von der Familie exklusiv zur Verfügung gestellt bekommen.

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Asif Kapadia zeigt eine fröhliche zwölfjährige Amy, die einer Cousine ein Geburtstagsständchen singt. Als Teenager war sie keck und nie um einen Spruch verlegen. Sie begann eigene Songtexte zu schreiben und Musik zu machen. Mit 19 unterschrieb Amy ihren ersten Plattenvertrag. Sie war eine junge, talentierte und glückliche Jazz-Sängerin aus einfachen Verhältnissen.

"I don't think I'm gonna be at all famous. I don't think I could handle it, I probly got mad, you know what I mean? I'd go mad!“
Amy Winehouse, Originalton aus "Amy - The Girl behind the name"

Asif Kapadia glaubt in der Überforderung Amys durch den Erfolg die Ursache für ihre späteren Exzesse zu erkennen. Berater, Plattenfirmen, Manager und auch ihr Vater, Mitch Winehouse, haben die Karriere voran getrieben. In Kauf nehmend, dass Amy sich mehr und mehr zurück zieht, ihre Songs düsterer wurden. Amys Leben erzählt der Regisseur aber nicht mit erhobenem Zeigefinger. Viel mehr betrachten wir durch seine Kamera Amys leben in der 360-Grad-Perspektive - aus allen Blickwinkeln. Für Asif Kapadia steht letztlich fest: Wir alle haben zum Untergang von Amy Winehouse beigetragen.

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