Dortmund könnte eine Stadt wie viele andere sein, wäre da nicht die Partei Die Rechte. Außerdem kommt es regelmäßig zu fremdenfeindlichen Übergriffen. Unser Reporter hat sich auf Spurensuche gemacht.

Am Abend der Kommunalwahl in Dortmund wollen knapp 30 Rechtsradikale von der Partei Die Rechte das Rathaus stürmen. Ihr Spitzenkandidat Siegfried Borchardt, auch bekannt als "SS-Siggi“, wurde soeben in den Stadtrat gewählt. Politiker und Gäste stellen sich in den Weg, es kommt zu Handgreiflichkeiten. Flaschen fliegen, Tränengas wird gesprüht, zehn Menschen werden verletzt. An diesem Abend zeigt sich abermals: Dortmund hat ein Nazi-Problem.

Die Partei Die Rechte wurde 2012 in Hamburg gegründet. In Dortmund hat sie der NPD mittlerweile den Rang abgelaufen. Bei den Kommunalwahlen hat Die Rechte jetzt 2100 Stimmen bekommen, 300 mehr als die NPD.

"Die Rechte bedient auch neue Medien ganz anders. Die haben Facebook, Twitter, völlig klar, das kommt natürlich auch an. Die NPD ist da altbacken."
Iris Bernert-Leushacke, engagiert sich ein gegen Rechtsextremismus in Dortmund