David Cameron ist raus, jetzt darf Theresa May in die Downing Street 10 einziehen. Das ist ganz nett da, aber wir hätten noch ein paar Renovierungsvorschläge und Deko-Tipps.

Theresa May ist neue Premierministerin der Briten und darf sich nun in der Downing Street 10 einrichten. Ihr Geschmack und Stil dürfte sich deutlich von dem ihres Vorgängers David Cameron und seiner Familie unterschieden - immerhin hat sie auch schon mal Ballerinas mit Kussmündern drauf getragen. Aber: So viel Spielraum hat sie bei der Gestaltung ihres neuen Zuhauses gar nicht.

Premierminister David Cameron in der Downing Street 10 am 13.05.2010.
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David Cameron hatte es ganz gemütlich in der Downing Street 10. Wenn man es piefig mag.

Die offiziellen Räume der Downing Street 10 sehen aus, wie wir uns offizielle räume in England nun mal vorstellen: alte, schwere Möbel, Stuck an den Decken, viel Gold, große Teppiche, alles sehr klassisch. Theresa May dürfte sich schwer tun, dort ein wenig Pep hineinzubringen. Oliver Jahn vom Magazin Architectural Digest hat ein paar Tipps: "Möbel rücken, streichen, Stoffe reinbringen. Vielleicht Tapeten, ein paar Lampen, damit würde ich mal anfangen."

"Wenn Theresa May sich zu einer gewissen Radikalität durchringen würde, könnte sie vielleicht nicht nur die Wände, sondern auch die Decken, den Boden und einige der Möbel in einem schönen, warmen Grau streichen."

Theresa May braucht Fingerspitzengefühl, vor allem wenn es um ihre privaten Räume geht. Einblicke gibt es dort selten - aber wenn es doch mal Fotos gibt, werden sie strengstens unter die Lupe genommen von der englischen Boulevardpresse: Welche Bücher sind im Regal, woher kommt der neue gelbe Toaster, den man hinter den beiden in der Küche stehen sieht, wieso liegt da ein Fitnessratgeber und so weiter. So passierte es, als David Cameron mit Angela Merkel auf der Couch "Fancy Nancy" saß.

Was die Camerons mitnehmen, ob sie für ihre teure Küche einen Abschlag bekommen, ist nicht bekannt. "Unter der gegebenen politischen Situation ist es möglicherweise schwierig, sich ein paar italienische Designersofas kommen zu lassen", sagt Oliver Jahn. "Das muss schon ein Britain-Reloaded-Style sein."