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Nicht erst seit dem Tod von Philip Seymour Hoffman ist klar – die USA haben ein neues Drogenproblem.


Heroin ist wieder da. Oder war es nie ganz weg? Zumindest aus dem öffentlichen Bewusstsein ist die Droge verschwunden, galt als Modedroge der 70er und 80er Jahre. In den USA zeigen nun die Zahlen: Heroin ist die Droge der Gegenwart.

"Jeden Monat sterben in den USA mehr Menschen durch Heroin und andere Opiate als bei den Anschlägen vom 11. September.“
Martin Ganslmeier, Korrespondent

Der Grund: Die Droge ist zu billig geworden. Man zahlt heute zwischen sechs und zehn Dollar für einen Umschlag Heroin, vor 20 Jahren war es dreimal so viel.

Auch die Nutzer sind heute andere - oft steigen Menschen, die abhängig von Schmerzmitteln sind, auf Heroin um. Einfach weil es billiger ist und aus Mexiko und Afghanistan immer neuer Stoff über die Grenze kommt.

Kontroverse um Naloxon

Umstritten ist in den USA zurzeit die Substanz Naloxon - sie soll Menschen vor einer Überdosis Heroin retten. Skeptiker befürchten eine Verharmlosung der Droge.

Prominentester Heroin-Toter der jüngeren Vergangenheit war der Schauspieler Philip Seymour Hoffman.