Es gibt bekanntlich nichts Besseres, als einen frischen Kaffee ans Bett serviert zu bekommen. Eine Indoor-Drohne soll das jetzt tatsächlich möglich machen. In Eindhoven wird sie bereits im ersten Drohnen-Café der Welt getestet.

Eines Tages werden Drohnen für uns richtig gute Freunde sein. Das sagen die Entwickler der Drohne Blue Jay. Für den Anfang reicht es allerdings nur für eine Drohne, die für uns den Butler macht und den Kaffee serviert. So funktioniert Blue Jay schon in einem etwas kühl und technisch aussehenden Café auf dem Campus der Universität Eindhoven.

Der Kaffee kommt via Greifarm

Die Gäste setzen sich, die Drohne kommt angeflogen und erkennt mit ihren Kameras, welches von den vier Getränken auf einer Liste sich der Gast ausgesucht hat. Dann wird das Getränk herangeflogen und mit einem Greifarm an der Drohne serviert. Zwei Tage lang lief dieses Experiment, dass sich 20 Studenten ausgedacht haben.

Auch in einigen anderen Städten experimentieren Restaurantketten und hippe Cafés mit Drohnen. Das englische Ed’s Easy Diner testet zum Beispiel eine fliegende Baristadrohne, die den Kunden kostenlosen Kaffee nachschenken soll. Und in Singapur bastelt die Firma Infinium Robotics an einer fliegenden Kellnerdrohne, die so aussieht wie ein fliegender vierarmiger High-Tech-Blumenständer. Die Drone soll bis zu zwei Kilogramm tragen können und helfen, den Kellnermangel in Singapur zu bekämpfen.

"Indoor-Drohnen gehört die Zukunft. Derzeit liegt der Fokus zwar noch eher im Outdoorbereich, aber ich bin mir sicher dass auch in Büros und Lagerhallen kommt."
DRadio-Wissen-Reporterin Martina Schulte

Eines der Probleme der kellnernden Drohnen ist bisher noch die Sicherheit. Niemand will versehentlich in eine Drohne voll beladen mit heißem Kaffee stolpern. Trotzdem könnte es sein, dass bald viele Jobs, die heute noch von Menschen gemacht werden, wegfallen oder sich verändern, sagt DRadio-Wissen-Reporterin Martina Schulte: "Ob Studenten in 10 bis 15 Jahren noch kellnern werden, darauf würde ich nicht wetten."

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