Die Drohne ist mitten unter uns. Ähm, Verzeihung - über uns. Für 50 Euro im Netz zu kaufen. Aber vor allem das Militär nutzt Drohnen bereits sehr vielfältig, zur Aufklärung oder zur gezielten Tötung im sogenannten "War on Terror". Auf welcher Grundlage das geschieht, was das Völkerrecht gestattet und was nicht - das beschreibt der Völkerrechtler Thilo Marauhn.

Begriffe wie "Wunderwaffe" oder "Killerdrohne" beschreiben die Spannweite des Diskurses über Drohnen. Besonders häufig werden Drohnen mit den USA in Verbindung gebracht und mit dem intensiven Einsatz der unbemanten Flugobjekte für die gezielte Tötung von Terrorverdächtigen im Ausland.

"Dass man weniger über die Tötung diskutiert als über die Drohne ist eine Merkwürdigkeit."
Thilo Marauhn, Professor für öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht an der Uni Gießen

Thilo Marauhn lehrt als Professor für öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht an der Universität Gießen. Er hielt seinen Vortrag am 30. Januar 2014 an der Akademie der Wissenschaften Hamburg, unter dem Titel "Neue Waffen - altes Recht? Unbemannte Flugkörper (Drohnen) aus völkerrechtlicher Perspektive". Mit diesem Vortrag beendete die Akademie der Wissenschaften Hamburg ihre Reihe "Mit Sicherheit mehr Sicherheit?".

Mehr zum Thema:

"Drohnen - weder gut noch schlecht". Debatte über unbemannte Flugzeuge. Interview mit Thilo Marauhn auf tagesschau.de vom 24.05.2013