Mit der Snooze-Taste am Morgen erschaffen wir uns die Illusion, noch ein bisschen schlafen zu können. Aber diverse Studien belegen: In der Realität ist das Wecker-Weiterstellen eher ungesund. Friederike erzählt, warum sie trotzdem zum Snoozen steht. Und Schlaftrainerin Thalea Schlosser gibt Tipps, wie ihr besser aus dem Bett kommt.

Friederike hat zwar keinen Handyalarm, den sie sich in beliebigen Abständen zum Aufwachen einstellt, allerdings hat ihr Wecker eine Schlummerfunktion, die sie selbst total feiert.

"Das ist für mich eher wie so ein Countdown, bevor ich aufstehe."
Friederike über das Snoozen

Wenn der Wecker klingelt, liebt Frederike es einfach, noch ein wenig vor sich hinzudösen und darüber nachzudenken, was am Tag alles ansteht. Das Snoozen gibt ihr einfach eine Zeit für sich selbst, bevor der Tag so richtig startet, erklärt sie.

Die Nachteile der Snooze-Taste

Tatsächlich stehlen wir uns mit der Snooze-Taste aber wirklich gute Schlafzeit, erläutert hingegen Schlaftrainerin Thalea Schlosser. Vor allem leidet unsere Schlafqualität unter dem Snoozen. Im schlechtesten Fall stehen wir dann gerädert auf, erläutert die Expertin.

Biologisch gesehen ist das so, weil wir zum Aufwachen das Stresshormon Cortisol benötigen. Durch die Snooze-Taste erlebt der Körper immer wieder eine Schlafphase, das verwirrt den Körper und er schüttet nicht genügend Cortisol aus, damit wir richtig wach werden.

Gutes Schlafen trainieren

Ein wirklich erholsamer Schlaf kann erst dann zustande kommen, wenn wir berücksichtigen, was für ein Schlaftyp wir sind, erklärt Thalea Schlosser. Um herauszufinden, zu welcher Tages- und Nachtzeit wir aktiv oder müde sind und schlafen sollten, empfiehlt sie, circa zwei Wochen lang keinen Wecker zu stellen. Zum Beispiel im Urlaub, wenn ihr frei habt. Dann könnt ihr aufmerksam schauen, wann der Körper wirklich müde ist. Wer das nicht schafft, kann aber mit einem Haarwurzeltest ebenfalls herausfinden, wie der eigene Schlafrhythmus wirklich genetisch veranlagt ist.

"Also wir müssen nicht nur ausreichend lange schlafen, sondern auch unserem Schlaftyp entsprechend und dann brauchen wir auch die Snooze-Taste nicht mehr."
Thalea Schlosser über guten Schlaf

Wenn ihr herausgefunden habt, was für ein Schlaftyp ihr seid, dann geht es darum, langsam den Alltag immer mehr an euren Schlaftyp anzupassen, sagt Schlaftrainerin Thalea Schlosser.

Gordon Feld, Schlafforscher am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, gibt euch Tipps, wie ihr es am Anfang schaffen könnt, euren Schlafrhythmus umzustellen und wirklich zu einer anderen Zeit zur Ruhe zu kommen und einzuschlafen.

  • Keine aktivierenden Sachen machen wie zum Beispiel fernsehen oder am Smartphone sein.
  • Vor dem Schlafen aufschreiben was einen beschäftigt, damit man es für den Moment abschließen kann.
  • Das Bett wirklich nur zum Schlafen benutzen, nicht mit dem Laptop ins Bett. Gerade jetzt im Homeoffice sollten wir der Versuchung widerstehen ein paar Minuten noch von dort aus zu arbeiten.
  • Kein schweres Essen vor dem Schlafen.

Wer sich und seine Schlafenszeit an den eigenen Schlaftyp anpasst, verspricht Thalea Schlosser, der braucht in Zukunft auch keine Snooze-Taste mehr.

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