Sebastian ist Assistenzarzt in Zürich. Früher hat er Alkohol getrunken, um zu feiern. Mittlerweile braucht er Alkohol, um das Leben zu meistern. Als er das erkennt, will er aufhören. Doch der Weg raus aus der Alkoholsucht ist schwieriger als gedacht.

In seiner langjährigen Beziehung ist Sebastian nicht mehr richtig glücklich. Sein Job als Arzt ist fordernd, an den Wochenenden geht er aus, doch in der Woche, fühlt er sich oft allein. Dann macht er sich abends gerne eine Flasche Rotwein auf.

"Ab dem ersten Schluck schon wird es in der Brust warm und wohlig. Diese Traurigkeit geht weg, ein tröstendes Gefühl von Geborgenheit stellt sich ein."
Sebastian trinkt Rotwein

Sebastians Alkoholkonsum steigert sich

Irgendwann trinkt Sebastian nicht nur eine halbe Flasche Wein auf der Couch sondern eine ganze. Dann verliebt er sich Hals über Kopf in eine andere Frau und trennt sich. In der neuen Beziehung ist er glücklich, doch das ändert nichts an Sebastians Alkoholkonsum. In den Flitterwochen trinkt er an einem Abend so viel, dass er am nächsten Tag nicht mehr alleine aus dem Hotel auschecken kann. Er schämt sich, macht eine Alkoholpause. Als er das Gefühl hat, es im Griff zu haben, trinkt er wieder - mit Freunden beim Essen gehen.

"Wenn die anderen nicht irgendwann gesagt hätten, sie sind müde, sie wollen schlafen gehen, ich hätte einfach weiter getrunken. Es gab einfach kein natürliches Ende für mich."
Sebastian trinkt nach einer monatelangen Pause wieder Alkohol

Sebastians Zustand verschlechtert sich, er trinkt irgendwann auch tagsüber. Immer heimlich, damit seine Frau nichts mitbekommt. Irgendwann kapiert er: So kann es nicht weitergehen. Eines Tages gesteht er ihr: "Ich bin alkoholabhängig."

Sebastian beginnt eine Therapie. Doch bis er es wirklich schafft, ganz auf Alkohol zu verzichten, hat er noch mehrere Rückfälle.

Die ganze Geschichte hört ihr hier oder im Podcast.

Wenn Du überprüfen willst, ob Dein Verhältnis zu Alkohol möglicherweise problematisch ist, oder wenn Du Hilfe brauchst, dann hilft zum Beispiel die Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Kenn Dein Limit. Oder du klickst hier, und suchst dir aus den Anlaufstellen, die wir für sich zusammengesucht haben, die richtige für dich raus.

Wir erzählen eure Geschichten

Habt ihr auch eine Geschichte erlebt, die in die Einhundert passt? Dann erzählt uns davon. Storys für die Einhundert sollten eine spannende Protagonistin oder einen spannenden Protagonisten, Wendepunkte und ein unvorhergesehenes Ende haben. Wir freuen uns über eure Mails an einhundert@deutschlandfunknova.de

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