Nach dem Tod seines Vaters ist Hugh Richard Louis Grosvenor der reichste Junggeselle Großbritanniens. Vor allem der Grundbesitz in London macht ihn superreich. Man braucht eben die richtigen Vorfahren. Unser London-Korrespondent Thomas Spickhofen über den neuen Duke.

Hugh Richard Louis Grosvenor ist sein Name. Ab sofort ist er der neue Duke of Westminster. Er erbt einen Grundbesitz von über einem Quadratkilometer mitten in London - zwischen Hyde Park und Themse. Hinzu kommen einige weitere Ländereien in England plus Besitz in Spanien, China, USA und so weiter.

"In finanzieller Hinsicht ist der neue Duke of Westminster - neben Prinz Harry - wahrscheinlich die beste Partie, die man im Vereinigten Königreich im Moment machen kann."
London-Korrespondent Thomas Spickhofen über Earl Grosvenor

Alles zusammen ergibt das einen Wert von weit mehr als zehn Milliarden Euro. Das macht den 25-Jährigen zum reichsten Junggesellen Großbritanniens und weltweit zum drittreichsten Mann unter 30.

Der Reichtum hängt auch damit zusammen, dass im Vereinigten Königreich der Immobilienkauf anders abläuft als bei uns. Vergleichbar mit dem Erbbaurecht in Deutschland, gibt es auf der Insel den sogenannten Leasehold. Man kauft ein Haus, das einem gehört, aber das dazugehörige Grundstück mietet man quasi, erklärt unser London-Korrespondent Thomas Spickhofen. Erbpachtverträge laufen in Großbritannien über rund hundert Jahre, teils aber auch über viel längere Zeiträume.

Am Ende der Erbpacht fällt das Grundstück an den Besitzer zurück und zwar inklusive Haus.

Man braucht die richtigen Vorfahren

Die Vorfahren des neuen Duke of Westminster haben früh angefangen, Boden zu erwerben. Eine kluge Hochzeit 1667 brachte den ersten Besitz. Bis heute ist man auch eng verbandelt mit dem Königshaus. Der 25-Jährige ist einer von sieben Patenonkeln des kleinen Prinz George, dem Sohn von Prinz William und Herzogin Catherine.

Über den jungen Duke selbst ist wenig bekannt, sagt Thomas. Aber seinen 21. Geburtstag hat er ordentlich gefeiert - mit 800 Gästen. Die Kosten lagen bei etwa sechs Millionen Euro. Ansonsten ist Hugh wohl eher ein zurückhaltender und freundlicher Typ. Übrigens hat Hugh auch drei Schwestern - aber neuer Duke wird eben der Sohn.