Der Sommer legt noch mal eine Runde nach. Wir schwitzen und wollen nur eins: ab unter die Dusche. Verständlich, aber macht unsere Haut das mit? Ja, sagt Dermatologe Folke Habermann, wenn wir ein paar Kleinigkeiten beachten.

Die einen empfehlen tägliches Duschen für die richtige Körperhygiene, andere warnen davor und sagen: Täglich Duschen schadet der Haut. Wir entscheiden uns für die goldene Mitte. Wer auf das tägliche Duschen nicht verzichten möchte, sollte einfach ein paar Regeln beachten. Unter anderem sollte das Wasser nicht zu heiß sein. Dermatologen empfehlen eine Temperatur unter 38 Grad. Also wärmer als lauwarm, aber deutlich unter heiß. Und am besten nicht zu lange duschen. Einmal nass machen, Duschgel drauf, abspülen, fertig.

"Am Ende noch mal die Temperatur ein bisschen senken, dann wird der Körper noch mal aktiviert und die Haut verbessert sich spürbar, weil dann das eigene Cortison ausgeschüttet wird."
Folke Habermann, Dermatologe

Anschließend empfiehlt sich noch ein bisschen Bodylotion. Dabei Arme und Beine nicht vergessen, die werden ganz gerne mal außen vor gelassen. Shampoos oder Duschgels, die schon während des Duschens die Haut mit Pflegestoffen versorgen sind nämlich Quatsch, sagt der Dermatologe.

"Das wird von den Produkten oft suggeriert, man duscht und dabei cremt man sich gleichzeitig ein, das ist aber nicht wahr. Denn jedes Reinigungsmittel wäscht auch das Körperfett ab."
Folke Habermann, Dermatologe

Eine Ausnahme gibt es allerdings: Menschen, die zu fettiger und öliger Haut neigen, sollten auf das Eincremen nach dem Duschen verzichten. Bei ihnen führt das zu Hautirritationen. Und noch ein Pro-Tipp vom Dermatologen: Duschgels, die besonders stark riechen, trocknen die Haut auch verhältnismäßig stark aus.