Wollten wir nicht fast jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit? Jetzt wo es kalt und nass wird, sieht die Realität oft anders aus. Das muss aber nicht sein, haben sich Radhersteller gedacht und mit dem E-Velomobil ein Fahrradtyp weiterentwickelt, der uns schnell, bequem und vor allem trocken ans Ziel bringt.

Das klassische Velomobil ist ein Liegefahrrad mit meist drei kleinen Rädern, über das eine leichte Kabine gestülpt wird, die oft an das Cockpit eines Segelflugzeugs erinnert. 

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Neu sind die Velomobile nicht, aber die Hersteller gehen mit der Zeit. Heute sehen sie nicht mehr ganz so puristisch aus – und vor allem: Sie werden mit einem E-Antrieb ausgestattet. Zusammen mit der besonderen Aerodynamik bringt das Vorteile gegenüber dem klassischen Fahrrad.

"Du kannst auf flachen Etappen viel schneller fahren als mit einem normalen Rad, weil durch die Karosserie, die Aerodynamik besser ist. Das bietet weniger Widerstand, du brauchst also weniger Muskelkraft, auch dank des E-Antriebs."
Martin Schütz, Deutschlandfunk Nova

Ein weiteres Plus der Velobikes mit E-Antrieb: Sie bieten Schutz gegen Wind und Wetter - manche von ihnen haben sogar Scheibenwischer. Und sie können viel Gepäck vertragen, teilweise sogar einen zweiten Passagier transportieren. 

Der E-Antrieb unterstützt die Radler bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Je nach Gelände oder Transportlast geht es aufgrund der guten Aerodynamik aber auch viel schneller vorwärts: Bis zu 40 km/h sind problemlos möglich, trainierte Fahrer flitzen noch schneller, sagt Hannes Neupert. Er ist Vorsitzender des Vereins Extra Energy, der sich mit leichten E-Fahrzeugen beschäftigt.

"Wegen der guten Aerodynamik kann man deutlich höhere Geschwindigkeiten fahren. Eigentlich jeder kann um die 40 fahren. Auch entspannt und über einen längeren Zeitraum."
Martin Schütz, Deutschlandfunk Nova

Bei vielen Herstellern ist die Geschwindigkeit aber bei maximal 60 km/h gedeckelt. Und das ist wirklich schon ziemlich schnell. Gerade mit Blick auf die Sicherheit. "Mal zum Vergleich, die ganzen Crashtests für Autos, die immer zu den dramatischen Bildern von komplett deformierten Karossen führen, die werden mit 50 km/h durchgeführt", sagt unser Reporter Martin Schütz.

Velomobile brauchen die nötige Infrastruktur

Sofern es vernünftige Rad-Schnellwege gibt, können E-Velomobile immer gut gefahren werden – vor allem auf dem Land, damit Pendler sie nutzen und das Auto stehen lassen. In der Stadt können enge Straßen und die Parkplatzsituation zum Problem werden. 

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Ein Fahrradstellplatz ist zu klein und die Mobile in die Wohnung tragen geht auch nicht. Dazu kommt: Die E-Velomobile sind nicht gerade billig. "Ein norwegischer Hersteller liefert bald nach Deutschland und der verlangt um die 5.000 Euro. Das hängt von der Ausstattung ab, aber das ist ein grober Richtwert", so unser Reporter.