Rational betrachtet ist es zwar Quatsch, aber der Dezember und die Vorweihnachtszeit ist nun mal Spendenzeit. Was hat den größten Nutzen? Die Stiftung für Effektiven Altruismus hat da konkrete Vorschläge.

Der effektive Altruist geht beim Spenden wie folgt vor: Er handelt nicht aus dem Bauch heraus - auch nicht übereilt, sondern er betrachtet das Spenden ähnlich bedacht und reflektiert wie eine Investition in ein Haus, ein Auto oder den heimischen Fernseher.

Der Effektive Altruismus bezeichnet sich selbst als Philosophie und soziale Bewegung, die es für ethisch zentral hält, anderen aktiv zu helfen, und bei der Auswahl der Strategien wissenschaftlich-rational vorgeht.

Effektive Altruisten versuchen, ihre limitierten Ressourcen optimal einzusetzen, um die größte positive Wirkung zu erzielen.
Definition (gekürzt) des Effektiven Altruismus

Stefan Torges von der Stiftung für Effektiven Altruismus weiß, dass viele Menschen, die regelmäßig Geld spenden, ihre Organisationen haben, an denen das Herz hängt. Er empfiehlt aber, nicht gleich das Geld an die erstbeste Adresse zu spenden, sondern "seinen Verstand einzuschalten" und die verschiedenen Vor- und Nachteile einer Organisation abzuwägen.

Weil jeder einzelne von uns damit überfordert sein dürfte, gibt es Organisationen, die das übernehmen. Beispielsweise GiveWell, eine Organisation, die schon seit acht Jahren Menschen auf der ganzen Welt dabei hilft, wirkungsvolle Spendenorganisationen zu finden.

"Schon für 100 Euro können wir statistisch ein gesundes Lebensjahr spenden."
Stefan Torges, Stiftung für Effektiven Altruismus

Besonders dringend wird Hilfe im globalen Süden benötigt, sagt Torges. Da können unsere Spenden sehr effektiv in den Gesundheitsbereich investiert werden, beispielsweise in die Malaria-Prävention. Mit dem Geld kann geholfen werden, indem man dabei hilft, dass ihre Kinder nicht innerhalb der ersten fünf Jahre sterben.