Sie kommen aus den Armenvierteln Brasiliens und träumen vom großen Erfolg in einem europäischen Fußballclub. Doch nur wenige schaffen es, wie der Film "Mata Mata" zeigt.

Jedes Jahr machen sich über 1000 junge Männer aus Brasilien auf den Weg, einen Traum zu verwirklichen: in Europa ein erfolgreicher Profifußballer zu werden und viel Geld zu verdienen, mit dem sie die Verwandten in der Heimat unterstützen können. Einige dieser Talente hat der Münchner Regisseur Jens Hoffmann drei Jahre lang begleitet - für seinen Film "Mata Mata", der morgen (24. Mai) um 18.20 Uhr in der ARD läuft.

"Für die jungen Leute ist oft der Fußball der einzige Strohhalm, an den sie sich klammern können, um aus dieser Misere rauszukommen."
Filmregisseur Jens Hoffmann über die wirtschaftlich schwierige Situation junger Brasilianer

Der Film erzählt die Geschichten von sechs jungen Männern, von denen es einer tatsächlich bis ganz nach oben geschafft hat: Der 30-jährige Dante hat sich aus seiner Heimatstadt Salvador über Stationen in Frankreich und Belgien bis in die deutsche Bundesliga gespielt, wo er mit dem FC Bayern bereits alle denkbaren Titel gewonnen hat.

Aber "Mata Mata" zeigt auch weniger erfolgreiche Geschichten, wie die von Carlinho, der es zwar bis nach Leverkusen schafft, aber dort nicht heimisch wird. Nur eines von vielen Beispielen, in denen sich der Traum vom erfolgreichen Profifußballer nicht erfüllt. "Mata Mata" ist ein Zitat von Carlinho aus dem Film und steht im Portugiesischen für "K.o.-Spiel".