Gut zehn Jahre sind seit Al Gores Doku "Eine unbequeme Wahrheit" vergangen. Seitdem ist der Klimawandel nicht gestoppt worden. Trotzdem hat sich einiges getan. Jetzt kommt Teil zwei in die Kinos.   

Al Gore trägt sein Haupthaar mittlerweile schlohweiß, an seinem Engagement hat sich dagegen nichts und am Zuspruch für seine Arbeit wenig verändert. Daher gelingt es Al Gore auch in dieser Fortsetzung wieder, einem beim Zuschauen den Boden unter den Füßen wegzureißen. Gerade, wenn er seine Zuschauer mit geballter Ignoranz ganzer Nationen und ihrer Staatsoberhäupter konfrontiert. 

Die Ohren geöffnet

Und trotzdem ist da Hoffnung, zumindest darauf, dass dieser einzige Planet, den wir bisher haben, mit viel Glück nicht völlig vor die Hunde gehen könnte. Prognosen aus Teil eins von vor zehn Jahren - damals als "absurd" abgetan - haben sich nämlich bestätigt. Und das hat die Ohren von Al Gores Ansprechpartnern geöffnet. 

Außerdem startet am Donnerstag die bittersüße, österreichische Komödie "Die Migrantigen". Ein Film über zwei Wiener Hipster mit (weit entferntem) Migrationshintergrund, die sich plötzlich für eine Fernsehdokumentation als ihr eigenes Klischee ausgeben: Als kleinkriminelle Sozialschmarotzer mit Asi-Sprech; ohne Plan wie das eigentlich wirklich geht. Klischees ad Absurdum geführt in dieser kleinen Indie-Produktion, die absolut einen Nerv trifft. In einer postfaktischen Welt, in der jede Behauptung mehr wert zu sein scheint, als ein einziger, genauer, eigener Blick auf die Dinge, der vieles erklären und relativieren würde.

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Einer der zwei Hauptdarsteller des Films, der Steirogypter (halb Steierer, halb Ägypter), Faris Rahoma, ist unser Gast heute Abend. MIt ihm werden wir über den Film und über gelebte Klischees und den Umgang damit sprechen.

Außerdem ist Anna Wollner zurück aus Venedig und hat versprochen, uns George Clooney und Matt Damon mitzubringen. Ob im Handgepäck oder im Luxuskoffer, soll sie uns selbst erzählen.