Frida (Katrin Röver) ist 36 und immer noch nicht Mutter. Ihr sehnlichster Wunsch ist ein Kind. Er ist so sehnlich, dass er zum Zwang wird. Ihr Freund, der kein "Zuchthengst" sein will, verlässt sie.  Und ab da geht es nur noch abwärts. Die junge Berliner Filmemacherin Mareille Klein hat "Dinky Sinky" geschrieben und inszeniert und ist heute unser Gast.

Kaum ein Thema beschäftigt die "Generation Y" heute so sehr, wie die Frage nach einer zufriedenstellenden Work-Life-Balance. Ein guter Job? Ja, aber bitte nur in Vereinbarkeit mit Familie und ausreichender Psychohygiene. In genau diesem Dilemma ist Hauptfigur Frida in "Dinky Sinky" gefangen. Eine attraktive, 36-jährige Sportlehrerin, die seit zwei Jahren versucht, von ihrem Freund schwanger zu werden. Jetzt ist der Punkt erreicht, an dem es Frida reicht: Ein Kind muss her, und zwar sofort. Diesem Wunsch hat sich alles unterzuordnen, der Job, das gesamte Umfeld, auch der Freund.

Mareille Klein (Jahrgang 1979), hat dieses Beziehung-Mit-Sich-Selbst-Drama schnörkellos direkt und ohne Held oder Heldin inszeniert. Ihre Figuren sind weder sympathisch noch unsympathisch. Sie sind geradezu dokumentarisch real und verlieren sich in der Überforderung mit sich selbst und anderen und in der Suche nach dem selbst gewähltem Lebensglück. Wir sprechen darüber mit unserem Gast, der Autorin und Regisseurin von "Dinky Sinky".

Wind River: Rassismus und Gewalt im Indianerreservat

Außerdem neu im Kino ist diese Woche das Thriller-Drama "Wind River". Ein Wildschützer und Jäger (Jeremy Renner) findet eine junge, tote Frau mitten in dem tief verschneiten Indianerreservat, das er betreut. Als eine junge FBI-Agentin (Elizabeth Olsen) geschickt wird, ist sie völlig auf sich alleine gestellt und von dem Fall überfordert. Also hilft ihr der Jäger bei den Ermittlungen. Seine eigene, traurige Vergangenheit hat mit dem Fall zu tun, in den der Jäger und die FBI-Polizistin bald gefährlich dicht verwickelt sind. Ein hochspannender, Nerven aufreibender Thriller, mit leider auch heute noch aktuellem, rassistischem Hintergrund.

Ein Ausblick auf nächste Woche: dann startet Oscar-Favorit "Shape Of Water" in den Kinos. Anna Wollner hat Regisseur Guillermo del Toro zum Interview getroffen und erzählt uns schon diese Woche, was der Bild-Magier zu seinem Werk zu sagen hat.