Was würde besser zu einem 1. Mai passen als politische Haltung auch im Kino? Mit "Eleanor & Colette" und "7 Tage in Entebbe" starten gleich zwei Filme nach einer wahren Geschichte, deren Protagonisten das politische Weltbild verändert haben. Außerdem neu: die Serie "The Rain", eine dänische Post-Apokalypse.

Es sind die 80er Jahre - gar nicht mal so lange her - in denen sich Eleanor Riese (Helena Bonham Carter), eine Frau, die unter paranoider Schizophrenie leidet, in eine Klinik einliefern lässt. Sie kennt ihre Medikation, weiß, was sie braucht, um ein halbwegs normales Leben führen zu können - wird in dieser Klinik dann allerdings ohne jedes Mitspracherecht mit Medikamenten vollgepumpt.

Sie wendet sich an die Anwältin Colette Hughes (Hillary Swank) und beginnt zu klagen: auf Mitbestimmungsrecht psychisch kranker Menschen bei ihrer Medikation. Ein Fall, der die gesamte amerikanische Klinik-Rechtsprechung auf dem Kopf gestellt hat. Höchst sehenswert durch die zwei brillanten Hauptdarstellerinnen.

Die Entführung von Entebbe

Wenn jemand "1977" und Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut", sagt, kann jeder die entstehende Lücke mit "Mogadischu" füllen. Aber wie sieht es mit "1976" und "Air France Maschine 139" aus? Wer kommt da, ohne zu googeln, auf "Entebbe"? Kaum jemand, es ist bis heute die deutlich unbekanntere Flugzeugentführung durch Terroristen in den 70er Jahren. 

Der Film "7 Tage in Entebbe" möchte das ändern: Daniel Brühl und Rosamund Pike spielen die zwei linksextremen deutschen Terroristen, die zusammen mit palästinensischen Gleichgesinnten die Air-France-Maschine auf dem Weg von Tel Aviv nach Paris entführen. Ihr Ziel: Entebbe, die damalige Hauptstadt Ugandas mit ihrem Diktator Idi Amin. An Bord: mehr als 200 israelische Geiseln, mit denen deutsche und palästinensische Terroristen freigepresst werden sollen. 

Eine Geschichte, mindestens so spannend wie die der Entführung der "Landshut", jetzt endlich prominent im Kino. 

Erste Netflix-Serie "Made in Denmark"

Jede Menge neue Serien starten im Mai, fast schon inflationär gibt es mehr neue Staffeln, als man weg-bingen könnte. Wir nehmen uns eine der neuen vor, die dänische Post-Apokalypse "The Rain". Kein atomar verseuchter, saurer Regen wie man denken könnte, sondern Regen, der ein tödliches Virus mit sich bringt. Das Prinzip ist einfach: wer nass wird, stirbt - und viele werden nass. Wir schauen rein in die erste Netflix-Serie "Made in Denmark".