Die Neustarts dieser Woche haben es in sich: In "Hin und weg" geht Florian David Fitz einen endgültigen Weg, in "Calvary" geht ein alter Pfarrer seinen persönlichen Kreuzweg und in "Coming In" sucht ein schwuler Friseur einen Ausweg. Die Hauptdarstellerin dieses Films, Aylin Tezel ist heute unser Gast, wir schauen außerdem auf die aktuellen Filmdrehs und ins Fernsehen.

"Coming In" hätte als klassische, deutsche Komödie böse ins Auge gehen können: Ein schwuler Star-Friseur (Kostja Ullmann), der per Zufall die eine, alles ändernde Frau kennen lernt (Aylin Tezel) und sich in sie verliebt: Mehr 60er Jahre Schwulen-Heilungs-Klischee geht ja kaum! Trotzdem kriegt der Film die Kurve und vermittelt dieses Gefühl eben gerade nicht. Mit Aylin Tezel sprechen wir darüber.

In "Calvary" (deutscher Titel: "Sonntag bist Du tot") erfährt ein in die Jahre gekommener, irischer Dorfpfarrer (Brandon Gleeson), dass er noch eine Woche zu leben habe – dann werde er von jemandem getötet. Eine Woche Zeit, um liegengebliebenes mit der Familie und der irischen Gemeinde aufzuarbeiten. Anstatt in Panik zu verfallen, macht sich der Pfarrer an die Arbeit und auf seinen persönlichen Kreuzweg. Eine weitere großartige Zusammenarbeit von Gleeson und seinem "The Guard"-Regisseur John Michael McDonagh.

"Hin und weg" erzählt die Geschichte von Hannes (Florian David Fitz) und seinen besten Freunden (unter anderem Jürgen Vogel). Einmal im Jahr machen die sich nämlich auf eine Radtour, das Ziel ist immer ein anderes. Dieses Jahr hat Hannes das Ziel ausgesucht, es geht nach Belgien. Nicht ohne Grund: Für Hannes soll es nur ein One-Way-Trip werden: Er hat ALS und sich vorgenommen, in Belgien zu sterben.

Und im Fernsehen? Da läuft am Freitag um 22.35 Uhr in 3sat der Film "Gesetz der Straße - Brooklyn´s Finest" von Regisseur Antoine Fuqua ("Training Day", "The Equalizer"). Ethan Hawke, Richard Gere, Don Cheadle und Wesley Snipes in einem düsteren Polizei-Porträt über Korruption und Gewalt.