Ein Film, ein Spiel, Kandidaten, Aufgaben, die es zu bewältigen gibt. Gelöste Aufgaben bringen Punkte und Geld, ungelöste Aufgaben bringen das Aus. Soweit, so bekannt, von Thriller über Drama bis Mystery und Science-Fiction haben sich schon viele Genres am Thema "Spiel um Dein leben" versucht. Vielleicht war es bisher nur einfach noch nie so realistisch wie in "Nerve".

Das Spiel, um das es in "Nerve" geht, ist absolut fiktiv und dennoch so gruselig echt: Jungs und Mädels zocken es in diesem Film zu tausenden, per App auf dem Handy. Sie sind entweder Watcher oder Player: Die Watcher zahlen dafür, den Playern beim Lösen ihrer Aufgaben zuzugucken. Gelöste Aufgaben bringen Geld, vermasselte Aufgaben bedeuten das sofortige Aus.

Nerve: Die Aufgaben werden härter, illegal, gefährlich

Nur virtuelle Spielfiguren gibt es nicht: Die Player müssen die ihnen gestellten Aufgaben selbst bewältigen. Dabei müssen sie sich mit der Handy-Kamera selbst filmen und das wird dann sofort und live ins Netz gestreamt - zur Unterhaltung der Watcher. Die ersten Challenges sind noch niedlich und schnell erledigt, das Geld leicht verdient. Aber von Runde zu Runde, wenn das Preisgeld steigt, werden sie nervenaufreibender, illegaler und gefährlicher.

Bei einem Online-Spiel, das zwar fiktiv, aber dennoch dermaßen realistisch erscheint und maximal süchtig machend ist, fragt wir uns: Warum ist da eigentlich noch keiner drauf gekommen? Und kann ein Film wie "Nerve" am Ende sogar die falschen Leute auf eine gefährliche Geschäftsidee bringen? Gordon Schmid, der Leiter der Computerspielsucht-Beratungsstelle Lost in Space in Berlin, erklärt uns, was genau speziell an Videospielen so süchtig machend und wie realistisch "Nerve" aus fachlicher Sicht ist.

Direkt aus Venedig

Außerdem ist Anna Wollner frisch aus Venedig zurück, von den diesjährigen internationalen Filmfestspielen. Sie hat die neuesten Filme gesehen und zum Beispiel Alicia Vikaner und Michael Fassbender getroffen, deren Film "The Light Between Oceans" schon diese Woche anläuft. Außerdem hatte Anna noch Jake Gyllenhaal, Emma Stone, Amy Adams, Mel Gibson und viele weitere Stars getroffen.