Erstes Treffen, erster Kuss, erster Sex. Die erste Nachricht nach dem Date, das erste Telefonat. Und wenn das dann alles erfolgreich vollbracht ist: die Familie des anderen kennenlernen, "Ich liebe dich" sagen. Und dann die Königsdisziplin: gleichzeitig kommen und vielleicht irgendwann auch nochmal Kinder kriegen -es gibt für alles den richtigen Zeitpunkt.

Unser Beziehungsleben ist voll von ersten Malen und entscheidenden Momenten. Kein Grund, um in Stress zu geraten, sagen unsere Experten. Von Regeln, wie "erst zwei Tage nach dem Treffen beim anderen melden“ oder "frühestens beim dritten Date ins Bett", hält Horst Wenzel von der Flirt Academy gar nichts. Dafür seinen Beziehungen und Menschen viel zu individuell. Der Expertentipp: Das erste Date wie ein Bewerbungsgespräch sehen, "bei dem man die Gelegenheit hat, in das Leben des anderen reinzuschnuppern."

Die Körpersignale des anderen deuten zu lernen, sagt Wenzel, sei generell deutlich sinnvoller, als sich an vorgefertigte Zeitpläne oder strickte Anweisungen zu halten.

Keine vorgefertigten Zeitpläne

Und was ist mit dem großen Mysterium: dem gemeinsamen Kommen? Hier empfiehlt Wenzel: "üben", denn "Alle Frauen haben einen gewissen Ritus, wie sie kommen". Und wenn man den als Mann kennt und dann hinreichend Kontrolle über den eigenen Körper hat, sei es möglich den gemeinsamen Orgasmus zu timen.

Grundsätzlich gilt: Während man in der Anfangsphase eher seinem Gefühl und den Körpersignalen des anderen trauen sollte und sich der Zeitaspekt dann von selbst regelt, ist es in der langjährigen Beziehung wichtig, sich bewusst Zeit füreinander zu nehmen. Inge Mühlberger und Peter Wattler-Kugler sind Coaches und haben einen ganz wichtigen Tipp für langjährige Paare auf Lager: Miteinander verabreden und nicht nur die Zeit miteinander verbringen, in der man gerade nichts anderes vorhat.