Erst der Song, dann das Album: Chet Faker hat wohl beim Aufräumen im heimischen Studio noch einen Song gefunden, Beck macht Kaugummi-Songs in seinem eigenen Style und die Editors schlagen uns acht Minuten Herzschmerz und Melancholie um die Ohren. Eine Stunde Musik. Jeden Montag ab 20 Uhr.

Anfang des Jahres hat Beck für sein letztes Album "Morning Phase" zwei Grammy-Nominierungen als "Album of the year" und "Best Rock Album“ bekommen. Aber das musikalische Genie ruht sich nicht darauf aus. Er versucht jetzt sogar, an seinem eher nachdenklichen Sound zu arbeiten und hat sich für sein neues Album jetzt mit Greg Kirsten, dem Produzenten von Pink und Lilly Allen zusammen getan. Und schon klingt seine erste neue Single "Dreams" wie der Unterleger einer Kaugummiwerbung. Nur im Beck-Style.

Wir finden es super, denn endlich kann die ganze Welt erfahren, dass der blasse, dünne Junge aus dem "Loser"-Video von anno whatever auch fröhlich und bunt kann. Das neue Album soll übrigens noch in diesem Herbst erscheinen.

Der Single "Bend" hat es voriges Jahr nicht auf Chet Fakers Debutalbum "Built on glass“ geschafft. Bevor der Song aber jetzt komplett den thematischen Anschluss an diese Veröffentlichung verpasst, hat sich Nicholas Murphy alias Chet Faker entschlossen, dem Song mit der Soloveröffentlichung extra viel Aufmerksamkeit zu schenken. Wir sagen: Guter Ansatz! Denn so lange wollen auch wir nicht mehr auf neues Material unseres Lieblings-Hipster-Bartträgers aus Australien warten.

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Die Editors werden im Herbst ein neues Album veröffentlichen. Nachdem sie vor ein paar Wochen im Netz ihre erste Single "No Harm" daraus vorgestellt haben, hat die Band aus Großbritannien letzte Woche dann schon eine zweite Single daraus vorgestellt. "Marchin Orders" heißt das fast acht Minuten lange Stück voller Herzschmerz und Melancholie, auf dem Sänger Tom Smith sich wieder komplett mit seiner ausdrucksstarken Stimme reinkniet.

Besorgt euch schnell Tickets für die Editors!

Im Herbst gehen die Editors dann mit dem neuen Album auf große Tour, und da die Termine in Deutschland sicherlich schnell ausverkauft sein werden, sagen wir nur als kleinen Rat an euch: "Schnell noch Tickets sichern. Das lohnt sich!“

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Flo Morrissey ist gerade mal 20 Jahre alt, klingt aber auf ihrem Debütalbum "Tomorrow will be beautiful" als wäre sie in den goldenen Hippie-Zeiten um Joni Mitchell groß geworden. Wahrscheinlich spielt Papas Plattensammlung bei der Inspiration zu ihren eigenen Songs eine große Rolle, vielleicht hat sie aber auch in den letzten Jahren zu viel Lana Del Rey gehört. Denn ihre Stimme und die Art und Weise, wie sie die traurigen, erwachsenen Textzeilen in ihre Musik verpackt, klingen schon arg danach.

Es lebe das Schubladen-Denken. Immerhin durfte sie schon als Vorband von Blur auftreten, und die Fachpresse feiert Flo Morrissey trotz oder gerade wegen der Ähnlichkeit zu Lana del Rey als die großartigste Entdeckung des Jahres. Und sie prophezeit ihr schon jetzt eine große Musikkarriere.

Elliot Moss macht den Song zum U-Bahn-Tanzvideo

Und als Rausschmeißer haben wir noch eine Single für euch, die vor allem durch ein Tanzvideo viral abgegangen ist. Auf dem Video sieht man einen U-Bahn-Steig, auf dem ein junges Pärchen einen sehr schönen Ausdruckstanz macht. Den dazugehörigen Song liefert der amerikanische Musiker Elliot Moss, der den Song schon vor mehr als einem Jahr bei Youtube veröffentlicht hat. Aber erst jetzt im Herbst kommt sein erstes Album "Highspeeds" raus. Reinhören und reingucken!