"Ich, Oliver Tate“ heißt ein Roman von Joe Dunthorne. Oliver Tate reist mit seinen Eltern in die Toskana. Von Zeit zu Zeit bringt er sich in Gefahr - das hilft seinen Eltern sich wieder lebendig zu fühlen, denkt er. Sie denken: Zwei von seiner Sorte wären definitiv einer zu viel.

Fast jeden Tag stellt Oliver irgendeinen Unsinn an. Nicht selten bringt er sich dabei in Gefahr: Im Toskana-Urlaub rutscht er immer tiefer in den Schlamm, bis sein Vater ihn mit Mühe und Not wieder herauszieht. Ansonsten geht er seinem Lieblingshobby nach: Er sammelt gerne schwierige Wörter. Wörter wie: Triskaidekaphobie, die Angst vor der Zahl 13.

Um nicht tyrannisiert zu werden, tyrannisiert er

Wörter wie: abominabel, Echolalie und Canozid. Er baut sie auch gern in Sätze ein, um andere damit zu beeindrucken. Das macht ihn in der Schule zu einem Sonderling. Um trotzdem nicht zu den Schwachen zu gehören und tyrannisiert zu werden, folgt Oliver den Starken und tyrannisiert selbst. So wie sein Kumpel Chips zum Beispiel. Chips benutzt schon Deo und ist ein Meistertyrann.

Oliver lernt Jordana kennen - das Mädchen, das sich ständig kratzt. Aus Respekt vor ihr meiden die anderen Kinder sie. Als Texte von Oliver Jordana in die Hände fallen, will sie ihn damit erpressen: Oliver soll für sie ihren Ex-Freund und ihre Ex-Beste-Freundin in die Pfanne hauen. Die seien jetzt nämlich zusammen. Ohne Jordanas Zustimmung. Doch Jordana muss Oliver nicht erpressen. Aber er ist so fasziniert von ihr, dass er es sogar freiwillig macht. Die beiden kommen sich näher, doch Oliver kann sich nicht darauf konzentrieren. Er muss sich erst um seine Eltern kümmern, denn die brauchen Hilfe mit ihrer Ehe, denkt er.

Die Ehe der Eltern, die Sorgen der Freundin und der erste Sex

Olivers Vater ist depressiv. Oliver weiß das, weil er das Verhalten seines Vaters genau studiert. Wenn der nur warmes Wasser mit Zitrone trinkt, sieht es nicht gut aus. Und wenn der Dimmschalter im Schlafzimmer der Eltern voll aufgedreht ist, passiert im Ehebett gar nichts. Der Dimmschalter ist schon seit Wochen voll aufgedreht. Und wenn Olivers Mutter beim Telefonieren mit ihrer Freundin sagt, dass alles super ist, ist gar nichts super. Dann erfährt Oliver eines Tages, dass Jordanas Mutter Krebs hat. Oliver weiß gar nicht, womit er anfangen soll: Kümmert er sich nun zuerst um die Ehe seiner Eltern, die Sorgen seiner Freundin oder um seine ersten Erfahrungen mit dem Sex...

Unter dem Titel "Submarine" wurde das Buch 2010 verfilmt