Jana und Anna wollen mit ihrer Agentur pragmatische Lösungen für den digitalen Wandel finden. Dafür müssen sie vor allem auf ein Wort verzichten.

In den Meetings und Besprechungen der eigenen Agentur ist ein Wort verboten: Aber. Vielleicht ist "verboten" zu streng ausgedrückt – schließlich hat jeder irgendwann mal Einwände. "Es geht uns um die Haltung, die dahintersteckt", sagt Anna. 2013 hat sie hat zusammen mit Jana die Agentur tandemploy ins Leben gerufen.

"Es ist doch schön, dass nichts sicher ist."
Jana Tepe

Die beiden haben vorher zusammen als Personal-Beraterinnen in Berlin gearbeitet. Und parallel nicht nur eine Idee gehabt, sondern auch gekündigt. "Wir wollten die Arbeitswelt zu einem besseren Ort machen", sagt Jana. Angefangen hat tandemploy als Job-Sharing-Plattform. Die passenden Bewerber wurden gemeinsam zum passenden Job geführt.

"Das mittlere Management wird sich komplett auflösen. Hoffe ich."
Anna Kaiser

Heute ist tandemploy mehr als das. Die Software wird als Plattform zum Beispiel auch innerhalb von Unternehmen genutzt, damit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zueinander finden, die sinnvoll zusammen an einem Projekt arbeiten können. Sei es die Optimierung der Homepage oder ein Mentoring-Programm.

Je größer ein Unternehmen, desto weniger weiß man schließlich über die Stärken und Talente aller Kolleginnen und Kollegen. Teams formieren sich auf diesem Weg idealerweise selbst. Gelebte Agilität. Jenseits des Buzzword-Bullshit-Bingos der digitalen Transformation.

"Am Ende haben alle dieselben Probleme und Bedürfnisse."
Anna Kaiser

In Eine Stunde Talk erzählen die beiden, wieso es in ihrer Agentur ein "Customer Happiness Team" gibt, was gute Führungskräfte heute auszeichnet und warum sie gerne mal zusammen Tandem-Surfen würden.