Eine Studentin wird in Freiburg ermordet. Verhaftet wird ein Flüchtling. Die Tagesschau berichtet aber nicht. Ein Fall der Lügenpresse? Zuschauer, Medienmacher und Politik diskutieren. Wir diskutieren mit. In Eine Stunde Was mit Medien. Jeden Donnerstag ab 20 Uhr.

Diese Mediendiskussion lässt die Macher der Tagesschau seit Tagen nicht los: Hätte die Tagesschau eher über den Mord an eine Studentin berichten müssen, die mutmaßlich durch einen inzwischen verhafteten Flüchtling umgebracht wurde. Die Tagesschau entschied sich zunächst nicht zu berichten. Dafür hat sie sich große Kritik eingehandelt. Zunächst in sozialen Netzwerken und dann auch im öffentlichen Diskurs.

Tagesschau-Rechtfertigung im Blog

ARD-Aktuell Chefredakteur Kai Gniffke rechtfertigte sich im Tagesschau-Blog: "Wir können und wir wollen nicht über jeden der circa 300 Mordfälle pro Jahr berichten (wobei interessant ist, dass diese Zahl in den vergangenen 15 Jahren dramatisch abgenommen hat)."

Doch in den letzten Tagen hat die Debatte noch einmal zugenommen. Medienjournalist Stefan Niggemeier verteidigte die Tagesschau, aus der Politik kam die Kritik. Der Chef des Innenausschusses nennt die Tagesschau-Entscheidung fatal.

Der medienpolitische Sprecher der SPD sieht einen Grenzfall. Inzwischen ist aus dem Mordfall ein politisches Thema mit viel Brisanz gewachsen. Was bedeutet das für Journalisten? Das kläre wir in unserem Medienmagazin.

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