Medien erreichen auf Facebook viele Leser. In einigen Ländern testet Facebook, ob Nutzer es lieber mögen, wenn Inhalte von Medien nicht im Newsfeed gezeigt werden. Zeit zu fragen: Wie sollten Medien mit ihrer Abhängigkeit von Facebook umgehen? 

Dieser Test sorgte vor einigen Wochen für eine emotionale Debatte - nicht nur in der Medien-Szene: In der Slowakei, Sri Lanka, Serbien, Bolivien, Guatemala und Kambodscha startete Facebook einen Test und nahm die Inhalte von Medien und anderen Seitenbetreibern aus dem Newsfeed heraus. Die Facebook-Nutzer dieser Länder bekamen stattdessen nur Inhalte von Freunden angezeigt. Die Inhalte der Medien landeten im neuen Entdecker-Feed, den es in Deutschland bisher optional gibt.

Medien in den betroffenen Ländern berichteten von massiven Reichweiten- und Interaktionsverlusten. Es folgte eine weltweite emotionale Debatte, inwieweit Facebook künftig die Medien von ihren Nutzern abschneiden würde und ob das soziale Netzwerk dies überhaupt dürfe. Die Intensität der Debatte hat vermutlich auch Facebook überrascht. Adam Mosseri, bei Facebook für den Newsfeed zuständig, beeilte sich zu sagen, dass es derzeit keine Pläne gäbe, diesen Test weltweit umzusetzen. Bisher messe man nur das Verhalten der Nutzer in diesen Ländern.

Hinter der Aufregung stecken schlechte Erfahrungen von vielen Seitenbetreibern. Sie beobachten, dass ihre Postings mittlerweile deutlich weniger Menschen erreichen, als bisher. Doch was steckt dahinter? Wie funktioniert eigentlich der Newsfeed? Wie sollten Medien ihre Strategie auf Facebook anpassen? Darum geht es in dieser Ausgabe unseres Medienmagazins.

Newsfeed spielt nicht mehr die zentrale Rolle

So hört ihr eine Zukunftsvision für Facebook von Martin Giesler. Der Betreiber des Social Media Watchblogs berichtet, warum es sein kann, dass Facebook diesen Test vielleicht nicht weltweit ausrollt, aber dennoch der Newsfeed nicht mehr die zentrale Rolle, wie in den vergangenen Jahren spielt. 

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