Einweg-E-Shishas halten rund einen Tag lang und werden dann weggeworfen. Da sie Lithium-Akkus enthalten, gehören sie eigentlich in den Elektromüll. Oft landen sie allerdings im Restmüll.

Einweg-E-Shishas gibt es in verschiedenen Farben, sie sind in vielen Geschmackssorten erhältlich, meist haben sie einen süßlichen Geschmack, der an die Gummitiere und Kaubonbons aus der Kindheit erinnert. Und sie enthalten in der Regel Nikotin.

Das sind einige Gründe, die uns dazu verleiten können, E-Shishas auszuprobieren und sie regelmäßig zu konsumieren - obwohl auf der Hand liegt, dass die Inhaltsstoffe gesundheitsschädlich sind und abhängig machen können.

"Wenn man diese Dämpfe auf Zellen gibt oder sie zum Beispiel im Tiermodell untersucht, haben sie eine erbgutverändernde Wirkung und können damit möglicherweise auch krebserregend sein."
Wulf Pankow, Lungenfacharzt

Zudem werden die E-Shishas als Wegwerfprodukte angeboten. Ein teurer Spaß: Sie kosten zwischen acht bis zehn Euro und halten rund 600 Puffs lang – also meist einen Tag lang – und können nicht wieder aufgefüllt werden. Danach sind sie für den Konsumenten wertlos und landen im Müll.

E-Shishas gehören in den Elektromüll

Meist landen sie im Restmüll, was Teil des Problems ist, denn die Wegwerfprodukte enthalten Lithium-Akkus. Damit gehören die Shishas eigentlich in den Elektroschrott. Die Lithium-Akkus könnten dann im besten Fall recycelt werden.

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Monatlich werden mehrere Millionen Einweg-E-Shishas verkauft und weggeworfen

Eine gemeinsame Recherche der englischen Medien Telegraph, Sky News und The Daily Bureau of Investigation hat ergeben, dass in Großbritannien jede Sekunde zwei Einweg-E-Shishas weggeworfen werden.

Der größte Vertreiber von E-Shishas in Deutschland verkauft nach eigenen Angaben zurzeit rund drei bis vier Millionen Stück im Monat.

Umgerechnet auf ein Jahr wäre das Lithium für 1200 Elektroautos alleine in Großbritannien. In Deutschland gibt es bisher noch keine genauen Daten zu E-Shishas wie das Umweltbundesamt auf Nachfrage mitgeteilt hat.

"Wenn Nikotin konsumiert wird, dann passiert natürlich genau dasselbe wie bei Tabakzigaretten. Es dauert nur wenige Sekunden bis die Wirkung einsetzt. Es macht also sehr schnell abhängig."
Tobias Schwarz, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung