Wenn wir mit Emojis kommunizieren, mögen wir es fröhlich. In 20 Prozent aller Fälle benutzen wir "Tears of Joy", also das Emoji mit den Lachtränen.

Das Unternehmen Swiftkey bietet eine Emoji-App an, die inzwischen auf 300 Millionen Smartphones installiert ist. Auf dem SXSW Festival in Austin wurde jetzt eine Studie vorgestellt, die auf den Daten der App basiert. Eines der Ergebnisse: 70 Prozent der Emojis, die wir verwenden, haben eine positive Bedeutung. Jeweils 15 Prozent sind neutral oder negativ.

Wer das selber mal überprüfen möchte, der kann auf emojitracker.com in Echtzeit sehen, welche Emojis auf Twitter so verwendet werden. Die Linguistin Gretchen McCulloch, die an der Studie mitgewirkt hat, erklärt das so: Emojis, haben einen grundlegend spielerischen Charakter und wir wollen ein positives Image nach außen transportieren. In ernsten Gesprächen halten wir Emojis für deplatziert.

Kulturelle und regionale Unterschiede

Übrigens haben Promis zum Teil einen entscheidenden Einfluss auf die Nutzung von Emojis. Seit DJ Khaled auf Snapchat exzessiv das Schlüssel-Symbol verwendet, ist die Nutzung um 500 Prozent gestiegen. Aber auch wo wir leben hat einen Einfluss darauf, welche Emojis wir benutzen.

Auf Hawaii werden zum Beispiel viele Palmen-Emojis verschickt, die Schweden hingegen lieben Weihnachtsmänner und in Nevada - Stichwort Las Vegas - geht es offenbar häufiger als anderswo um Sex. Und noch eine Ausnahme gibt es. Paris ist nicht nur die Stadt der Liebe. Frankreich ist das einzige Land, wo nicht "Tears of joy" auf Platz eins der Rangliste steht, sondern: das Herz.

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