Endlich auf dem Festival! Aber es ist viel zu heiß und ihr habt null Energie zum Dancen? Das richtige Essen kann helfen. Tipps für die Festivalernährung von einer Ernährungsmedizinerin.
35 Grad im Schatten und mehr – und dann noch Feiern? Das verlangt dem Körper einiges ab. Tatsächlich ist das wie krasser Sport, sagt die Ernährungsmedizinerin Daniela Kielkowski: "Man hat viel Bewegung, wenn man tanzt, man hat unglaubliche Reize, man hat viele Menschen, man kommt nicht runter, man ist immer im On."
"Im Grunde genommen ist ein Festival ein bisschen mit Leistungssport zu vergleichen."
Und genau da, im Leistungssport, könnt ihr euch auch abschauen, wie ihr euren Körper beim Feiern unterstützen könnt. Regel Nr. 1 kennt eigentlich jede*r von uns. Und trotzdem wird sie immer wieder vergessen – mit teils bösen Folgen: genügend Wasser trinken!
Fit fürs Feiern dank Ernährung
Außerdem solltet Ihr darauf achten, genug Mineralstoffe und Salze zu euch zu nehmen. Das könnt ihr etwa mit Elektrolyten als Brausetabletten oder -pulver machen. Oder indem ihr einfach mal eine Brühe trinkt. Auch salzige Nahrung zahlt auf dieses Konto ein.
Gut sind Proteine und Kohlenhydrate, die den Blutzucker langsam ansteigen lassen und damit langfristig satt machen. Geeignet sind zum Beispiel Hülsenfrüchte und Fischkonserven. Die halten sich auch ungekühlt einige Tage und geben euch Energie.
Shopping-Liste für die Festival-Tage
Daniela Kikowski rät zum Beispiel zu folgenden Items auf der Festival-Einkaufsliste:
- Proteinriegel
- Haferflocken
- Nüsse
- Bananen
- für den ersten Tag: hartgekochte Eier
- Milch
- Nussmuss
Was bei unserer Reporterin Sarah Mahlberg auch nicht fehlen darf: Gewürzgurken und gefüllte Weinblätter aus der Dose. "Gerade wenn man Alkohol trinkt, isst man am besten vorher was Fettiges – das macht es zwar nicht gesünder, aber ein bisschen bekömmlicher", rät sie.
Außerdem in ihrem Festival-Gepäck: unreife Avocados und harte Nektarinen. Erst die Festival-Sonne lässt die dann für euch reifen, so dass ihr auch am Ende der Partytage noch was Frisches zu essen habt. Und noch ein Tipp: Unter Autos bleiben Lebensmittel und Getränke etwas länger kühl als an anderen Schattenplätzen.
Weißmehl ist nicht so gut – es sei denn...
Nicht so gut geeignet als Festival-Food: Weißmehl. Denn das jazzt den Blutzucker schnell hoch, der dann aber genauso rapide wieder abfällt – und dann seid ihr erst recht müde. Allerdings: Auch für Weißbrot gibt es einen Hack, sagt die Ernährungsmedizinerin Daniela Kikowski: Nussmuss, etwa aus Mandeln oder Cashews.
Denn die ungesäuerten Fettsäuren darin werden langsamer verstoffwechselt, erklärt unsere Reporterin. Und weil sich das im Mund mit dem Weißmehl vermengt, kommt es dann nicht zu dem ganz rasanten Anstieg und Abfall des Blutzuckerspiegels.
Dazu dann noch eine festivalsonnengereifte Nektarine… Mmmhhh, bestes Festival-Frühstück!
