Am 26. Februar 1993 explodierte ein Sprengsatz in der Tiefgarage des World Trade Centers in New York. In der Folge haben die USA ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärft und einige Anschläge verhindern können – aber nicht 9/11.

Der Mittag des 26. Februar 1993: Ein mit Sprengstoff voll beladener Lieferwagen fährt in die Tiefgarage des Nordturms des World Trade Center im New Yorker Stadtteil Manhattan. Kurze Zeit später detonieren 700 Kilogramm Sprengstoff. Es entsteht ein gewaltiger Krater in der Betonkonstruktion der sechsstöckigen Tiefgarage unter dem Nordturm. Sechs Menschen, die sich zum Zeitpunkt der Explosion in der Garage befinden, sterben, etwa 1000 werden teilweise schwer verletzt. 

Einige Terroranschläge verhindert

Relativ schnell ist klar: Hinter dem Anschlag stecken Islamisten. Als Konsequenz werden nicht nur die Sicherheitsvorkehrungen am World Trade Center selbst verschärft, sondern auch an Flughäfen, bei der Einreise in die USA und an öffentlichen Gebäuden. Die Folge: Einige Anschläge - etwa auf das New Yorker FBI-Gebäude oder auf die Röhren des Holland-Tunnels, wodurch Lower Manhattan überflutet worden wäre – können so verhindert werden. Andere nicht. Etwa im April 1995, als in Oklahoma ein Terroranschlag auf ein Bürogebäude verübt wird. Der Täter ist allerdings kein Islamist, sondern ein amerikanischer Rechtsextremist, der an diesem Tag 168 Menschen tötet.   

Was ihr noch in Eine Stunde History hört:

  • Klaus Jürgen Haller war 1993 WDR-Hörfunkkorrespondent und hat über den Anschlag auf das World Trade Center berichtet.
  • Thomas Moser, Historiker der Universität Innsbruck, analysiert die Hintermänner des Anschlags von 1993 und ihre Verbindung zum zweiten Anschlag auf das World Trade Center von 2001.
  • Michael Butter, Amerika-Experte der Universität Tübingen, erläutert die Auswirkungen des Anschlags von 1993.
  • Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld über die Anschläge, die nach 1993 in den USA stattgefunden haben.