Gibt es außerirdisches Leben, oder sind wir Menschen die einzigen lebendigen Wesen im Universum? Um das herauszufinden, wurde in der Atacamawüste in Chile ein Berg gesprengt, um Platz zu schaffen für das größte Weltraumteleskop der Welt.

"European Extremly Large Telescope", so heißt das neue Teleskop, mit dem wir in Zukunft noch tiefer ins All blicken können als bisher. Und wie der Name andeutet, ist das Teleskop groß - sehr sehr groß sogar. Mit einem Spiegeldurchmesser von über 39 Metern wird es bis zu 15 Mal größer sein als heutige Weltraumteleskope.

Damit das Teleskop genügend Platz hat, wurde jetzt ein Berg in der Atacamawüste in Chile rund 30 Meter kürzer gemacht und insgesamt über 5000 Kubikmeter Gestein abgetragen. Bauherr des gigantischen Projekts ist die Europäische Südsternwarte Eso. Zehn Jahre wird es dauern, bis das Teleskop fertig ist.

Auf der Suche nach extraterrestrischen Lebensformen

Forscher hoffen mithilfe des Teleskops Exoplaneten – also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems – aufzuspüren, um beispielsweise herauszufinden, welche Atmosphäre die Planeten haben und ob es dort Hinweise auf biologische Prozesse gibt. Damit könnten sie das erste Mal einen Nachweis liefern, dass wir Menschen nicht alleine im Universum sind.

Top-Bildqualität

Auf den Modellen sieht das "European Extremly Large Telescope"
extrem futuristisch aus. Das eigentliche Teleskop befindet sich unter einer großen Kuppel und wird erst dann sichtbar, wenn man diese in der Mitte aufschiebt. Das Teleskop fängt sichtbares Licht und Infrarotlicht aus dem Weltall ein und macht so Fotos und Videos aus dem All. Schenkt man den Angaben glauben, soll die Bildqualität hervorragend sein. Die sonst üblichen Verzerrungen – zum Beispiel durch die Luft – sollen die riesigen Spiegel ausgleichen können.