Die Lufthansa will sich bei den Billigfliegern neu aufstellen und baut dafür die Tochtergesellschaft Eurowings aus. Heute startet der erste Langstreckenflug von Köln/Bonn nach Kuba.

An diesem Montag (2. November) um 11:20 Uhr startet die neue Billigtochter der Lufthansa Eurowings ihren ersten Langstreckenflug. Der Airbus A330 fliegt vom Flughafen Köln/Bonn nach Varadero auf Kuba. Tickets für die Strecke sind ab 270 Euro zu haben. Wir haben den Luftfahrtexperten Cord Schellenberg gefragt, ob dieser Preis wirtschaftlich noch Sinn macht. "Wenn alle Passagiere zu diesem Preis fliegen würden, natürlich nicht", sagt Cord Schellenberg,"wenn einige es tun und viele andere mehr bezahlen, dann durchaus."

"Sie müssten auf Kuba auf ihren Koffer verzichten. Also ein bisschen mitnehmen, den Rest vor Ort einkaufen und auch nicht wieder mit nach Hause bringen. Sie kriegen an Bord zu trinken, nämlich gutes Wasser, aber mehr auch nicht."
Cord Schellenberg, Luftfahrtexperte

Eurowings soll nach und nach die Schwestergesellschaft Germanwings ersetzen. Außerdem sind weitere Langstreckenflüge nach Dubai, Bangkok und Phuket geplant. Eurowings geht auf Strecken, die eigentlich nicht von Lufthansa beflogen werden. Neben Varadero auf Kuba, ist das zum Beispiel auch der Ferienort Phuket. Damit macht Eurowings dann nicht der eigenen Muttergesellschaft Konkurrenz, sondern anderen günstigen Fluglinien.

Eher ein Testballon

Lufthansa will sich mit der Marke Eurowings neu auf dem Markt der Billigflieger positionieren - gegen Konkurrenten wie Ryan Air oder Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten, wie Etihad, Emirate und Qatar. Im Moment sieht Cord Schellenberg die Langstreckenangebote noch eher als Testballon. Eurowings hat in seiner Flotte bisher nur wenige Flugzeuge, die auf Langstrecken fliegen können und bisher gibt es auch nur Köln/Bonn als Startflughafen.