Wissenschaftler haben in einem Experiment Seniorenmäusen das Blut von jungen Artgenossen gespritzt. Das hat die alten Mäuse körperlich und geistig wieder ziemlich fit gemacht. Was irgendwie nach Vampirgeschichte klingt - Blut für Leben - könnte auch dem Menschen helfen, irgendwann in der Zukunft.

Das Tor zur ewigen Jugend haben die Wissenschaftler mit ihren Experimenten nicht aufgestoßen, doch könnten sie mit ihren Studien in ein paar Jahren vielleicht einige Altersgebrechen behandeln. Begonnen haben die US-Forscher ihre Untersuchungen an Mäusen, und dabei haben sie festgestellt, dass die alten Mäuse stärker und lernfähiger wurden, wenn sie Blut von ihren jüngeren Artgenossen bekamen.

"Durch das junge Blut konnten die alten Mäuse offenbar schneller denken: Zum Beispiel haben sie sich bei einem Test besser in einem Labyrinth zurechtgefunden. Außerdem hatten sie mehr Ausdauer und Kraft."
Wiebke Lehnhoff aus der DRadio-Wissen-Nachrichtenredaktion

Wie dieser Verjüngungseffekt zustande gekommen, ist den Wissenschaftlern noch nicht klar. Sie haben festgestellt: Durch das gespitzte Blut hat sich der Blutfluss im Gehirn der alten Mäuse verbessert und sie haben mehr Blutgefäße gebildet. Möglicherweise könnte das mit dem Protein GDF 11 zu tun haben, das bei den jungen Mäusen besonders häufig vorkommt.

...und als nächstes: Junges Blut für alte Menschen

Ob der Verjüngungseffekt bei den Mäusen aber tatsächlich durch das Protein entstanden ist, bleibt noch unklar, dennoch hat einer der Autoren, dass wir in Zukunft Alterskrankheiten wie Demenz behandeln können. Erste klinische Tests mit GDF 11 an Menschen erwarten die Wissenschaftler in drei bis fünf Jahren.