Das Land der Entrepreneurs, eine deutsche Studentin als Popstar und der beste Torwart Afrikas - ein paar Fakten über Uganda.

Wir schicken euch mit Viva con Agua nach Uganda - in unserer Tapfertypen-Aktion. Da lernt ihr, wie ihr Brunnen baut, und reist mit durchs Land - und danach erzählt Ihr uns davon. Warum Brunnen bauen? Weil Wassermangel in manchen Gegenden Ugandas ein großes Problem ist. Was ihr sonst noch wissen solltet über Uganda.

Viele Menschen in Uganda haben einen Sinn fürs Business. Das afrikanische Land hat die höchste Rate an Entrepreneurs - das hat die britische Unternehmensberatung Approved Index herausgefunden. Wobei es dabei nicht immer um den nächsten Bill Gates geht. Als Entrepreneur gilt jeder, der bei seinem Job ein finanzielles Risiko eingeht, also auch, wer der einen Kiosk aufmacht.

In Sachen Musik ist übrigens eine Deutsche ziemlich beliebt. Deena Herr, eine weiße Studentin aus Deutschland, hat einfach in einer Bar in Uganda eine Gitarre in die Hand genommen und losgesungen. Und seitdem ist sie in Uganda ein gefeierter Star. Vielleicht auch, weil sie in der Landessprache Luganda singt. Dabei will Deena aber eigentlich auch ihr Sozialpädagogik-Studium in Berlin abschließen. Deshalb tingelt sie zwischen Deutschland und Uganda hin und her.

Klar ist aber auch: Uganda hat viele Probleme. Da ist vor allem der Umgang mit Schwulen und Lesben, die in Uganda um ihr Leben fürchten müssen. Homosexualität ist in Uganda illegal und sexuelle Handlungen zwischen Schwulen und Lesben können mit einer Haftstrafe bestraft werden. Zum Teil gibt es sogar eine regelrechte Hetze gegen Schwule, Lesben und Trans-Menschen. Zeitungen haben zum Beispiel "Ugandas Top 200 Homos" mit Namen veröffentlicht. Wen das Thema näher interessiert, sollte sich "The Pearl of Africa" angucken - eine Web-Doku, die es kostenlos im Netz gibt. Es geht um eine Frau, die transgender ist und deswegen von Uganda nach Kenia fliehen musste.

Der Torwart ein Star

In Sachen Sport dreht sich auch in Uganda alles im Fußball. Die ugandische Nationalmannschaft, die Kraniche, liefern seit zwei Jahren sehr gute Leistungen ab, seit sie einen neuen Trainer haben. Der Star der Mannschaft: Denis Onyango, der Torhüter der Kraniche. Der 30-Jährige blieb bislang in allen Qualifikationsspielen für die Afrikameisterschaft ohne Gegentreffer.

Und dann kann kein Porträt von Uganda ohne die faszinierende Tierwelt auskommen. Dort leben die letzten Berggorillas. 750 Exemplare soll es noch auf der ganzen Welt geben. Und die kommen nur noch im Gebirge zwischen Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo vor. Früher waren die Tiere durch Wilderer bedroht. Später dann vor allem durch bewaffnete Konflikte in der Grenzregion.