Wer will schon freiwillig bezahlen? Zeynep Tufkci will und zwar 20 Cent pro Monat für Facebook. Dafür will sie, dass ihre persönlichen Daten ihre bleiben und sie endlich eine Kundin wird.

Marc Zuckerberg, Let Me Pay for Facebook. Das schreibt Zeynep Tufkci in ihrem Kommentar für die New York Times. Im Gegenzug fordert sie das Ende des Geschäfts mit ihren Daten. Dass die Nutzung von Facebook und Co nur scheinbar kostenfrei ist, ist bekannt. Wir zahlen mit dem Verlust unserer Privatsphäre.

"I want to pay a small fee for the right to keep my information private and to be able to hear from the people I want - not the sponsored-content makers I want to avoid."

Dass nervt Nutzer von sozialen Netzwerken nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA. Das Pew Research Center hat dazu eine Umfrage gestartet. 93 Prozent der Teilnehmer sagten, dass es ihnen wichtig ist, die Kontrolle über ihre persönlichen Informationen zu behalten.

Doch diese Informationen sind wertvoll, vor allem in Kombination mit Hyper-Targeting. Dabei schaut sich das System die Profile der Nutzer an und ordnet die Werbung den Profilen zu. Das ermöglicht dann spezielle Kampagnen für spezielle Kunden.

"Mr. Zuckerberg points out that Facebook makes about 20 cents per user per month in profit. This is a pitiful sum, especially since the average user spends an impressive 20 hours on Facebook every month, according to the company."

Doch so viel Geld bringt die Werbung anscheinend gar nicht. Facebook nimmt pro User im Monat 20 Cent ein. Dafür dass wir im Durchschnitt 20 Stunden im Monat Facebook nutzen und blöde Werbung sehen müssen. Deshalb will Tufkci lieber die 20 Cent im Monat zahlen und dafür endlich eine echte Kundin sein.