Lust auf Tanzen und Feiern, aber keinen Bock dich schick zu machen und in den Club zu gehen? Dann hätten wir eine Lösung: Hol dir den Club einfach nach Hause ins Wohnzimmer. Virtual Reality macht’s möglich.

Das neue Projekt von Google heißt VR Dancefloors. Dafür arbeitet Google mit dem Boiler Room zusammen. Der Boiler Room, eine Institution in der Elektro-Szene, ist die Erfindung eines englischen DJs. Der hat vor einigen Jahren damit angefangen, seine DJ Sets live im Internet zu übertragen. 

Inzwischen ist der Boiler Room eine beliebte Partyreihe mit DJ Sets und Konzerten weltweit im Netz. Musik zum Mithören und Party zum Anschauen sozusagen. Dabei kann man den DJs genau auf die Finger schauen. 

"Wer als DJ in den Boiler Room eingeladen wird, für den ist das eine Auszeichnung. Aber die Kollegen fühlen sich auch unter Druck, wenn man da 'nen Fehler macht, ist der für ewig im Netz."
Mike Litt, DJ bei DRadio Wissen

Der Name Boiler Room kommt daher, dass das Ganze mal in einem Keller, eben da wo der Boiler steht, los ging. Auch heute kommen die DJ-Sets aus den Clubs immer noch relativ spartanisch rüber. Genau wie in dem Club in Berlin, wo jetzt das VR Dancefloors Projekt von Boiler Room zusammen mit Google gestartet wurde. 

Dort wurden VR-Kameras an die Decke gehängt, die den ganzen Raum gefilmt haben. Wer sich diesen Stream dann mit einer VR-Brille anschaut, hat das Gefühl, er ist mit dabei im Club. Der Haken am Konzept ist, dass die Clubgäste sich wohl zwischen den Kameras nicht so wohlgefühlt haben.

"Alle Partypeople sahen wie geleckt aus, wollten aber gleichzeitig nicht im Bild erscheinen, weil sie nicht weltweit im Netz beobachtet werden wollten."
Mike Litt, DJ bei DRadio Wissen

Hast du die Virtual Reality Brille auf, kannst du dich nämlich durch den Raum klicken und dir aussuchen, wo du stehst und dann eben auch die Leute beim Tanzen beobachten. Man schaut eben nicht wie in einem normalen Video nur auf die feiernden Leute drauf. 

Auf die VR Dancefloors geht’s nur mit Google Technik

Im Moment funktioniert die virtuelle Party nur mit einem Smartphone von Google und der passenden VR-Brille von Google. Wenn sich das Konzept durchsetzt, kann es natürlich sein, dass es für andere Geräte erweitert wird. Unser DRadio Wissen Resident DJ Mike Litt steht dem eher skeptisch gegenüber. Er glaubt an die besondere Atmosphäre in Räumen, wo sich Menschen wirklich treffen. 

"Ich mag auch Clubs mit striktem Handy- und Kameraverbot, um den Leuten, die da feiern und sich gehen lassen wollen auch einen Schutz zu bieten."
Mike Litt, DJ bei DRadio Wissen

Wenn du auch ohne Brille gern zuhause im Wohnzimmer tanzt: