Die einen stehen wahnsinnig auf harten Sex, während die anderen am liebsten mit Tantra-Übungen Erotik in ihre Sexual-Beziehungen bringen. Sexuelle Vorlieben gibt es so viele wie Geschmäcker beim Essen. Doch wie entstehen unsere Neigungen und warum gehen wir so unterschiedlich damit um?

Leona hat mehrere Artikel über BDSM (kurz für: "Bondage and Discipline, Dominance and Submission, Sadism and Masochism") verfasst, ihr Debütroman "Der Defekt" ist Anfang dieses Jahres erschienen und verhandelt ebenfalls das Thema; außerdem ist BDSM ihre sexuelle Identität. Und die hat so gar nichts mit brennenden Nebelkerzen, Masken und anderen Bildern von inszenierter SM-Sexualität aus Filmen oder Büchern zu tun.

"Ich habe keinen Sex in dunklen Ecken, nur weil ich eine BDSM-Sexualität gut finde."
Leona, Autorin

Bühnensexualität nennt sie das, was in Kunst und Medien stattfindet, wenn es um BDSM-Sexualität geht und wovon sie sich eine andere Darstellung wünscht. Deshalb ist es Leona auch so wichtig, ihre persönliche Geschichte zu erzählen. Denn sie will ein realistisches Bild ihrer sexuellen Identität geben. Wie das aussieht, erzählt sie im Podcast.

So entstehen unsere sexuellen Vorlieben

Noch kann die Wissenschaft nicht genau sagen, wie unsere sexuellen Vorlieben entstehen. Die Forschenden können aber einzelne Faktoren benennen, die im Zusammenspiel unsere Neigungen beeinflussen. Vivian Jückstock ist Psychologin am "Institut für Sexualforschung" des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf und erklärt, dass beispielsweise unsere Biologie, die Gesellschaftsform, in der wir aufgewachsen sind und unsere Psyche dabei eine Rolle spielen würden. Doch auch, wie und in welchem Umfeld wir aufgewachsen sind, sei dabei wichtig.

"Zu der Psyche zählen auch die Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens, besonders im frühen Leben gemacht haben."
Vivian Jückstock, Psychologin

Warum wir über unsere Wünsche und Vorlieben sprechen sollten

  • Wenn wir im Bett schweigen, dann verschenken wir Potenzial! Das zeigt eine Studie der Georg-August-Universität in Göttingen für die heterosexuelle Paare befragt wurden. Bei den Partnern wurden 35 Prozent der Wünsche erfüllt, weitere 36 Prozent würden die Partnerinnen erfüllen, wenn sie denn von ihnen wüssten. Bei den Frauen sind es bei den Wünschen sogar 40 Prozent, die erfüllt werden könnten, wenn der Partner davon wüsste. Dem gegenüber stehen 44 Prozent, die bereits erfüllt werden. Oder einfach gesagt: Etwa doppelt so viele sexuelle Wünsche könnten erfüllt werden, wenn die Paare anfangen würden, offen darüber zu sprechen.
  • Wenn wir sexuell unzufrieden sind, dann gehen wir eher fremd. Bei einer Umfrage, an der 2601 untreue Männer und Frauen teilnahmen, gaben 79 Prozent der Männer und 85 Prozent der Frauen an, aufgrund sexueller Unzufriedenheit in der Partnerschaft fremdgegangen zu sein.

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