Für Erspartes gibt es so gut wie keine Zinsen mehr. Wir könnten es genauso gut im Sparstrumpf unter die Matratze legen. Die Finanzbloggerin Margarethe Honisch kennt aber noch ein paar Möglichkeiten, wie wir unser Geld mit etwas Zinsen anlegen können.

Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, belässt den Leitzins bei 0 Prozent und hat den Negativzins für Banken erhöht: Minus 0,5 Prozent müssen die Banken zahlen, wenn sie bei der EZB Geld einlagern. Für uns heißt das: niedrige Zinsen für Erspartes. Ein Ende ist nicht in Sicht. Ist es überhaupt noch sinnvoll, Geld zu sparen?

Margarethe Honisch bloggt über Geld und Finanzthemen auf fortunalista.de. Ihre Tipps für Anlagen von risikoarm bis risikoreich:

  • Wer 10.000 Euro erbt oder gespart hat, sie mit möglichst geringem Risiko anlegen möchte und das Geld langfristig nicht braucht, dem empfiehlt Margarethe momentan, sich Festgeldkonten anzugucken. Die Zinsen liegen dort bei etwa einem Prozent. Margarethe weist darauf hin, dass diese Zinshöhe angesichts einer durchschnittlichen Inflationsrate von rund zwei Prozent immer noch einen Verlust bedeutet. Deswegen ist ein Festgeldkonto zu diesen Konditionen für sie eigentlich keine richtige Geldanlage.
"Ein Festgeldkonto bedeutet, dass ich einen Vertrag eingehe. Ich lasse meine 10.000 Euro dort ein bis fünf Jahre liegen und bekomme dafür einen festgeschriebenen Zins."
Margarethe Honisch, Finanzbloggerin, fortunalista.de
  • Wer etwas risikofreudiger ist, kann sein Geld in Exchange Traded Funds anlegen. Diese Aktienfonds orientieren sich zum Beispiel am Deutschen Aktienindex. Das Risiko ist recht gering, weil in viele verschiedene Unternehmensanteile gleichzeitig investiert wird.
  • Peer-to-Peer-Kredite liegen gerade im Trend, sind aber risikoreich. Auf Online-Plattformen könnt ihr das Ersparte verleihen – an Unternehmen oder Privatleute. Zwar können die Renditen bei etwa 10 Prozent liegen, sagt Margarethe, im schlimmsten Fall ist das Geld allerdings weg. Die Rendite hängt immer zusammen mit dem Risiko, sagt sie.
"Ich würde empfehlen, einen Teil für das Festgeldkonto, einen Teil in ETFs und wenn ich etwas zum Zocken haben will, einen Teil in Peer-to-Peer-Kredite zu investieren."
Margarethe Honisch, Bloggerin und Autorin
Margarethe Honisch, Bloggerin und Autorin