Menschen mit extremem Hygienebedürfnis haben es nicht leicht auf Festivals. Duschen und WCs entsprechen nur selten den gängigen Idealen von Reinlichkeit. Und wenn es regnet, wird es einfach schmutzig. Während die einen gänzlich auf Hygiene verzichten, haben die anderen so ihre Tricks. Drei Freunde erzählen.

Carina, Henning und Janine sind Freunde. Alle drei genießen die Festivalsaison: pennen im Zelt, den ganzen Tag draußen abhängen, dazu gute Musik und das am besten drei Tage lang. Einziger Wermutstropfen: Klos und Duschen werden natürlich von allen genutzt. Das heißt zum einen Schlange stehen, zum anderen auch die eigenen Ansprüche an Sauberkeit drastisch zu reduzieren.

Von Duschen, Zahncreme und Kaffee

Es gibt natürlich auch andere Lösungen, als sich gegen Mittag in die Schlange vor den Duschen zu stellen. Gar nicht duschen lautet die eine. Die andere heißt vorsorgen. Und ganz findige Festivalbesucher haben mitunter auch Duschen Marke Eigenbau dabei.

Janine geht gern aufs Rock in Caputh

"Ich glaub, wenn man auf Festivals fährt, ist man was härter im Nehmen und kann kälter duschen."
Janine umgeht die Dusch-Schlange, indem sie erst gegen Mitternacht hingeht

Henning treibt sich auf dem Pangea-Festival rum

"Zahnbürste, Zahncreme und 'ne Flasche Mineralwasser. Damit kommt man so drei, vier Tage rum."
Henning ist der Minimalist unter den Festivalfreunden

Carina steht aufs Zuparken-Festival an der Ostsee

"Kaffe ist wichtiger, viel wichtiger als Zähneputzen!"
Carina sorgt mit Feuchttüchern für Körperhygiene

Die Tipps unserer Festivalfreunde im Überblick:

  • Feuchttücher - helfen sowohl gegen Schweißfüße als auch gegen umgefallene Ketchupflaschen
  • Duschen am besten um Mitternacht
  • Nach Seen, Campingplätzen oder Schwimmbädern Ausschau halten, da lässt sich gut duschen
  • Auf keinen Fall Frischwasservorräte wegduschen, wovon soll man sonst Kaffee machen
  • Deo statt duschen